Samstag, 19. März 2011

Mumble mumble mumble…


  • Eine Heilige Messe, die statt als Vorabendmesse eines Hochfestes als Werktagsmesse vom Freitag und in Violett gefeiert wird. Da ich, a) wenn jemand nur brüsk genug eine andere Meinung vertritt, oft bereit bin, erstmal davon auszugehen, ich irrte mich selbst und b) es meines Dafürhaltens keiner schätzt, wenn man ihm mit dem Direktorium vor der Nase herumwedelt (irgendjemand hätte es allerdings dann doch tun sollen), gab es natürlich die Heilige Messe vom Freitag und den Blick ins Direktorium erst Stunden später (als mir das Vorhandensein eines solchen im eigenen Haushalt einfiel). Eine solche Anordnung fühlt sich auch liturgisch immer dumm an – man kommt von der ersten Vesper des Heiligen in die Werktagsmesse vom Wochentag. Die Leute, die eigens wegen der Vorabendmesse des Hochfestes(!) kommen, sind leicht geärgert, und ich kann das sogar verstehen.
  • Kreuzwegandachten, in denen nicht drin ist, was draufsteht, nämlich der Kreuzweg. Bei den sieben letzten Worten am Kreuz mag das ja noch so hingehen. Irgendwie finde ich allerdings, daß mit Gebeten und Andachtstexten, in denen man meint, irgendetwas in Anführungszeichen setzen zu müssen – wie etwa „Gemeinschaft der Heiligen“ [sic!] irgendetwas grundsätzlich nicht stimmt, etwa die Anführungszeichen. – In den nächsten Wochen wird es allerdings auch dieses Jahr wieder den unglückseligen Kreuzweg in zwei Etappen geben. Teil 1 Stationen 1-7, Fortsetzung folgt. Bitte beehren Sie uns nächsten Freitag wieder! Angeblich sind die Texte zu lang. Es stellt sich allerdings die Frage, warum man, wenn das wirklich der Fall ist und man nicht kürzen mag – was ja manchmal tatsächlich schade wäre –, nicht sieben Stationen heraussucht und wenigstens eine vollendete Via dolorosa nachgeht. Es ist ja nicht so, daß bei der Kreuzigung nach dem zweiten Fall unter dem Kreuz einschließlich des Herrn Jesus alle nach Hause gegangen und am nächsten Freitag zur erstbesten Kreuzigungszeit wiedergekommen wären. Aber wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete…
  • Fürbitten für andere, die länger sind als eine Kreuzwegstation und voller „Laß uns dies erkennen und hilf uns jenes zu tun, wir sind sehr betroffen, laß uns nachdenken und lernen und Verantwortung übernehmen…“ Erbarme dich, das sind die Fürbitten, nicht die Fürunsbitten! Mir fiel dabei die Geschichte ein von den freien Fürbitten, bei der eine Frau inständig und ausgiebig darum bat, für dies und jenes „offen gemacht“ zu werden. Derjenige, der nach ihr an die Fürbitte kam, soll einfach nur gebrummt haben: „Herr, mach se wieder zu!“ (giggle).

Kommentare:

Stanislaus hat gesagt…

Was meinst Du wohl, wie viele Josefskirchen ihr Patronatsfest morgen feiern? Dominikantenkultur eben!

Sponsa Agni hat gesagt…

Eben - hier im ganzen Dekanat (!) gab es gestern KEINE Vorabendmesse - alles vom Werktag, wie "üblich"... und heute: Sage und schreibe NUR ZWEI Messen am Morgen(im ganzen Dekanat!)...
Man lässt uns wirklich "verhungern"... Und das Schlime ist: Die meisten Leute merken es nicht und sie stört es nicht, wenn sie es merken, dass was nicht stimmt...

jos.m.betle hat gesagt…

Ja, ihr habt alle Recht! Bei uns war gestern Abend die Messe vom Tag und heute ist Vorabendmesse vom Sonntag. Am Sonntag ist der 2. Fastensonntag. Was fängt man auch mit so einem heiligen Josef, auf den man ja nur mitleidig herabsieht, an? Und, Braut, ich bin wahrscheinlich viel Älter als Sie, diese leidigen Erfahrungen, von denen Du berichtest, haben mich schon vor bald zwanzig Jahren von der Pfarrei Abschied nehmen lassen.

Dorothea hat gesagt…

Unser Landpfarrer hat uns heute eine feierliche gregorianische Messe zum Fest des Heiligen Josef spendiert. Nur ich konnte nicht hin weil ich gerade krank bin - schniff!

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