Montag, 14. März 2011

Media in vita – in memoriam Andreas Bisowski


Wenn jemand mitten aus dem Leben heraus mit erst 37 Jahren auf einmal stirbt, dann denkt man an all die Sachen, die man gerne noch miteinander getan hätte und nun nie mehr tun kann. Andreas war mir ein lieber Freund und hat mir neben seiner Warmherzigkeit und seinem schrägen Humor auch mit seiner großen Begabung soviel Freude gemacht (in einem seiner Stücke an der Neuköllner Oper habe ich sogar mitspielen dürfen) – wie oft haben wir uns allein Robert Wilsons Inszenierung von Dr. Caligari angesehen. Jetzt denken wir an Blumen für die Beerdigung.

Bitte betet für Andreas.

Nachtrag: Die Wormser Zeitung (Andreas war fester Bestandteil des Nibelungen-Festspielteams) hat etwas von seinem Wesen eingefangen und warme Worte gefunden – Plötzlich große Stille.

Kommentare:

jos.m.betle hat gesagt…

R.I.P.

Johannes hat gesagt…

Versprochen!

Braut des Lammes hat gesagt…

Vielen Dank fürs Gebet. Ich kann im Moment gar nicht mit Weinen aufhören.

Sponsa Agni hat gesagt…

Möge er in Frieden ruhen - bete mit!

Anonym hat gesagt…

Bin ganz verstört. Habe von seinem Tod erst heute erfahren.
Wo ist er denn beigesetzt?

Braut des Lammes hat gesagt…

Auf dem Friedhof in der Bergstraße in Berlin-Steglitz (unweit Priesterweg). Mir fehlt er immer noch sehr.

Anonym hat gesagt…

Wir waren keine Freunde, die sich jede Woche getroffen haben. Hatten aber einen sehr ähnlichen Humor. Leider war ich die letzten zwei/drei Jahre mit mir und meinem Job beschäftigt. Ich habe letzte Nacht von ihm geträumt. Nach dem Wachwerden wollte ich mal "googlen", was Andreas jetzt so macht. ... Das war ein Schock. Lag es wirklich, wie die Presse behauptet an Alkohol und Drogen? Mir ist das nie aufgefallen. Das ist alles so schwer zu verarbeiten. Und dabei ist er jetzt schon fast zwei Jahre nicht mehr da ... weine auch gerade ziemlich.

Oliver

Anonym hat gesagt…

Kannst Du mir bitte verraten, wie ich sein Grab finden kann?

Braut des Lammes hat gesagt…

Mit der Beschreibung wird es etwas kompliziert, da der Friedhof so etwas verwinkelt ist. Das Grab ist ein Urnengrab relativ weit vorn zur Bergstraße hin. Am besten fragst du dort jemanden vor Ort, wie du genau zum Grab kommst.

Die unmittelbare Todesursache war eine Gelbsucht, dazu kam halt die ohnehin angegriffene Verfassung wegen des Raubbaus am Körper, das ist leider schon zutreffend.

Anonym hat gesagt…

Da ist diese elektronische reale Scheinwelt. Man lernt jemanden kennen. Holla, was für ein gutaussehender Typ. Der antwortet auch, intelligent. Man lernt ihn kennen. Ja, er ist intelligent. Und er sieht immer noch gut aus. Man übersieht, daß seine Arroganz, seine Gehabe, mit der man nicht umzugehen weiß, auch nur Unsicherheit verkörpert. Man spürt, daß man sich mag, man versteht sich. Gleichzeitig hemmt man sich gegenseitig. Es gibt Offerten, die der andere erst nicht versteht, letztendlich nicht wahrnimmt. Der eine träumt vom anderen. Hat Wünsche und Begehren. Dann entsteht eine Lücke. Sie dauert Monate, ja, Jahre an. Weil man nicht mehr weiß, wie man sich annähern soll. Der eine ist einen anderen Weg gegangen. Das, was beide einst verbunden, schwindet bei dem anderen. Nicht gewollt. Er muß einen anderen Weg gehen, um zu überleben. Monde ziehen. Viele. Die Emotion bleibt. Zeitweilig denkt man nicht mehr an ihn. Dann kommt die Erinnerung zurück. Und dann sieht man: Er ist seit zwei Jahren tot.

Andreas … ich misse Dich!

Anonym hat gesagt…

Was bleibt? Die Ohnmacht vor Endlichkeit und Zagheit.

Anonym hat gesagt…

Trauer, unendlich. So nah im Gespräch gewesen. Weg. Tod. Aneinander vorbei, viele Jahre. Immer so nah, immer fremd. Seit zwei Jahren in der Erde. Wut. Verzweifelung. Trauer.

Andreas, im Herzen bleibst Du, ich blute und weine.

In Memoriam Andreas Bisoswski, ein Mann dem ich sehr nahe stand, aber offensichtlich kaum kannte.

Scheiße!

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