Montag, 7. März 2011

Du aber wasche dein Haar und salbe dein Gesicht, wenn du fastest…


Jemand, der herausgefunden hat, daß ich die Fastenzeit gern mag (das war nicht allzuschwer herauszufinden) sprach mich neulich wiederum drauf an. Ich glaube nicht, daß ich seine Frage bisher zur Zufriedenheit beantworten konnte. Hier eine kleine Zusammenstellung der Dinge, die die Fastenzeit so mit sich bringt und die mir gefallen:

  • Violett ist als liturgische Farbe wesentlich eleganter als grün
  • man kann bei den Almosen punkten, indem man das beim Essen Eingesparte den Armen gibt
  • Denkt mal an die ganzen tollen Fischrezepte und Fastenspeisen![1] Die Pfarrhofköchin Anna Huber hat nach der bewegten Klage „Für die Hausfrau bedeutet es bitterste Verlegenheit, was sie in dieser Zeit auf den Tisch bringen soll“ 1870 ein Kochbuch mit über 330 Rezepten (darunter 62 allein für Suppen!) herausgebracht, um dieser Verlegenheit abzuhelfen – Die vollständige Fastenküche.
  • eine hervorragende Gelegenheit und gute Ausrede, sich sämtliche alten Monumental- und Sandalenfilme anzusehen
  • andere Katholiken sind am Aschermittwoch auf der Straße besonders einfach zu erkennen
  • man braucht sich wegen seiner Buß- oder Fastenopfer keine Ausflüchte auszudenken, weil die anderen sie auch darbringen
  • gemeinsame Kreuzwegandachten
  • Palmzweige binden
  • wunderbare Hymnen und Antiphonen
und, das beste von allem,

die Möglichkeit, Christus näherzukommen!
______
[1] bleibt mir weg mit Sauerkraut!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

fuer mich bedeutet Fasten auch, auf sämtliche Filme zu verzichten. Fasten für die Augen sozusagen. das öffnet neue Perspektiven.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, da muß jeder seinen eigenen Ansatz finden, der von mal zu mal ja auch durchaus anders ausfallen kann. Einen schönen Beitrag dazu hat Vultus Christi gerade geschrieben:
http://vultus.stblogs.org/2011/03/for-my-oblates-and-others.html

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...