Dienstag, 29. März 2011

Das Fastenmagazin (2)

Dieses Bild[1] mit seiner für den Brokkoli zuständigen Hirnregion hat anscheinend bei mir selbige anregt, denn es sind mir diese Pflanzen eingefallen, die sämtlich auch in der Großstadt zu finden sind, deren Eßbarkeit aber scheints gerade dort wenig bekannt ist. Ich sehe außer mir jedenfalls nur Frauen mit osteuropäischem Akzent Bucheckern ernten.

Da hätten wir einmal den blauen Borretsch, der allerdings erst ab Mai blüht, dann die Kapuzinerkresse, von der so ziemlich jedes Stadium eßbar ist. Man kann Leute dadurch, daß man im Vorbeigehen am Wegesrand eine Blüte abpflückt und vertilgt, völlig verblüffen. (Der letzte Kommentar dazu war: „Da drüben war vorher ein Blumenbeet, das hat sie schon alles aufgegessen!“ Das habe ich gehört!) Kresse wächst jetzt leider auch nicht, wer aber im Sommer und Herbst welche einlegt, hat sie nächstes Jahr. Sowohl die frischen jungen Blätter als auch die Blüten kann man als Beilage oder als Salat essen.

Bucheckern schmecken roh ganz gut, sind aber so in größeren Mengen offenbar nicht zuträglich (was eine größere Menge ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich hab noch nie was gemerkt). Will man unbedingt mehr davon essen, sollte man sie rösten. Eigentlich kann man auch aus Tannenzapfen Mehl machen, aber das führt jetzt zu weit, und die neuerdings als Ruccola bekannte Rauke wächst sogar wild.

blauer Borretsch
Kapuzinerkresse –
die Blüten und junge Blätter sind eßbar,
eingelegt auch Knospen und Samen

gemeine Buchecker
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[1] ebenfalls von Pithless thoughts

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