Mittwoch, 16. Februar 2011

Zeitvertreib

Verehrte Zuhörer, heute aus der Reihe Theologie zum Selberstricken (eine praktische Kurzanleitung in nur wenigen Einzelschritten):

Ich lege in einem Online-Lexikon einen Artikel „Fünffaltigkeit“ an. Fünffaltigkeit? Ja, denn ich behaupte einfach mal, daß neben Gott Vater, Sohn und dem Heiligen Geist auch die Gottesmutter und ein rosa Einhorn am Erlösungswerk beteiligt gewesen seien. Als Quelle für diese Aussage gebe ich das ölfdrölfzigste Laterankonzil von 1215 an, das dieses dogmatische Ansinnen bereits zurückgewiesen habe. Das macht sich ganz gut, denn wer weiß schon aus dem Stand, was dieses Konzil alles beraten, beschlossen oder etwa zurückgewiesen hat?

Später verwende ich den Begriff Fünffaltigkeit möglichst oft (bald findet ihn die erste Suchmaschine) und erkläre auf Nachfrage, daß bereits tausende, wenn nicht Millionen, Katholiken die Idee einer Dogmatisierung des Miterlösungswerks des rosa Einhorns ganz toll fänden und sich deshalb in einem Memorandum Schreiben wes Inhalts auch immer an wen auch immer gewandt hätten. Durch die Fünffaltigkeit würde das rosa Einhorn in den Stand einer eigenständigen Gottheit aufsteigen. Hat jedenfalls in einem Boulevardblatt gestanden, darum muß es wahr sein. Außerdem gibt es auch Bilder, auf denen unter anderem ein Einhorn mit abgebildet ist. Das ist zwar nicht rosa und es sind auch mehr als fünf Figuren auf dem Bild, macht aber nichts. – Usw.

(wer Albernheiten und Sarkasmen findet, darf sie behalten)

Kommentare:

Lauda Sion hat gesagt…

:D

Anonym hat gesagt…

cool, ich muß meine ganze Theologie überarbeiten. Danke für diesen tiefgehenden wissenschaftlichen Beitrag. :D
Cool, einfach nur cool geschrieben.

Braut des Lammes hat gesagt…

Gern geschehen :}

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