Dienstag, 22. Februar 2011

Seigneur, le silence est votre louange (2)

Wie im Beitrag über den Konvent der Religieuses Victimes du Sacré-Coeur de Jésus versprochen, hier noch einige Bilder (ich habe noch mehr, leider ist aber die Qualität mäßig, da die Vorlage am Zerfallen ist). Die Fotos wurden 1992 von Olivier Martel aufgenommen, der sich zuvor zehn Jahre lang um diese Möglichkeit, einen flüchtigen Einblick in das Leben der Schwestern in der Klausur zu schaffen, bemüht hatte. Ich habe oft an die Schwester auf den wunderschönen Profeßfotos gedacht, sie sieht so hübsch und fromm aus.

An der Klausurtür
Während die Schwestern auf ihre Priorin warten,
nutzen sie die Zeit.
Schwestern bitten die Priorin um eine Erlaubnis
Bei der feierlichen Profeß erhält Sr. M. Jacinthe vom unbefleckten Herzen Mariens
statt des weißen Schleiers einen schwarzen und das Kruzifix der Professen.
Im Refektorium
Schweigend nehmen die Schwestern ihre Mahlzeit ein,
während eine von ihnen aus einem erbaulichen Buch vorliest
Im Treibhaus des Klosters
Zweimal jährlich haben die Schwestern die Erlaubnis,
mit ihren Angehörigen am Klausurgitter zu sprechen,
dabei ist die Priorin anwesend. Den Klausurschleier
tragen sie bei Besuchen ihrer Verwandten nicht.

Der Konvent zu Mariä Lichtmeß

Sr. Jeanne d'Arc und eine Mitschwester versorgen die Kuh des Klosters

Kommentare:

Gespräche-am-Jakobsbrunnen hat gesagt…

Schon stark die Bilder und faszinierend. Da scheint die Zeit so richtig stehen geblieben zu sein. Dagegen waren wir im Karmel ja wie im Sanatorium!
Was ich aber nicht verstehe ist dieses "victimes" im Namen des Ordens, das erschreckt mich richtig. Weisst du, liebe Braut des Lammes, zu welcher Ordensfamilie die gehören (scheint doch so eine Art Mischung aus Karmel und franziskanischer Einfachheit zu sein oder so ähnlich?).

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, das geht mir ganz genauso, wobei wir einiges im Karmel durchaus auch finden, etwa die Sache mit der Erlaubnis.

Könnte ich vernünftig französisch (obwohl auf Französisch schweigen könnte ich vielleicht auch…), käme ich dauerhaft mit der alten Messe zurecht, ich führe sofort hin.

Victimes ist, glaube ich, vor dem Hintergrund der Liebe zu verstehen. Opfer der Liebe, besiegt von der Liebe. Meines Wissens ist der Konvent einzigartig, gehört also zu keiner der großen Ordensfamilien.

Gespräche-am-Jakobsbrunnen hat gesagt…

Ich verstehe das Victimis schon auch so wie du schreibst, aber es ins Deutsche zu übersetzen geht einfach nicht; da merkt man wieder, wie man in der einen Sprache wunderbar etwas sagen kann was in der anderen Sprache nur lächerlich wirkt.
Aber: so weit ich weiss MUSS jedes Kloster sich an eine der großen Ordensregeln anhängen oder sind sie vielleicht nur (nicht negativ gemeint) bischöflichen Rechts?! Muss mal recherchieren *desFranzösischenmächtigjedenfallsmalgewesen* :))

Gespräche-am-Jakobsbrunnen hat gesagt…

So nochmal ich, habs schon gefunden, anscheinend haben sie die Augustinusregel übernommen mit einigen Zusätzen. Darauf häte ich niemals getippt. :))

Braut des Lammes hat gesagt…

Dieses Oma-Interieur ist ja total mein Fall aber auch ergreifend, weil wahrscheinlich nie etwas erneuert wurde. Der Zustand des Fußbodens der Kapelle(!) spricht für sich selbst, das sind sicher die Originaldielen

Gespräche-am-Jakobsbrunnen hat gesagt…

Originalholzfussboden hatten wir im Karmel auch die immer jämmerlich raunzten, wenn man darüber ging und es war dann nachts immer spannend zu versuchen so auf die Toilette zu gehen, dass nicht der gesamte Konvent davon wach wurde *gggg*

jos.m.betle hat gesagt…

In dieses interessante Gespräch will ich mich jetzt auch einmischen; komme aber einen Tag zu spät. Ich bin fasziniert von den Bildern. Man kann erahnen, wie hart das Leben dieser Nonnen sein mag. Stimmt es wirklich, dass dort die alte Messe zelebriert wird? Wenn ja, wie haben die das überlebt? Das muss ein ganz starker Omonier gewesen sein, der mit den Schwestern viel Glauben aufgebracht hat. Ob auch das Offizium das Alte ist? Wird gesungen oder rezitiert? Ohmne tiefen Glauben geht dieses asketische Leben nicht. Für mich jetzt und heute auch ein Ansporn für die Fastenzeit. Bitte, Braut des Lammes, dran bleiben!

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, meines Wissens wird dort die Hl. Messe nach dem Missale von 1962 von den Petrusbrüdern gefeiert. Ob das die ganze Zeit über und ausschließlich der Fall war, ist schwer zu eindeutig zu sagen. Meines Wissens war es zuvor so, daß auf Wunsch des Bischofs auch in der Woche in der ordentlichen Form von Diözesanpriestern zelebriert wurde. Über das Offizium weiß ich gar nichts eindeutiges, nur noch, daß sie die ewige Anbetung pflegen.

Danke fürs Verlinken! :)

Anonym hat gesagt…

Sorry dieser Kommentar kommt vermutlich etwas spät...bin eben erst auf den Blog gestossen, WOW thumbs up:-)
nur ne Frage auch wenn die anderen Bilder nicht so eine gute qualität haben wäre es trotzdem möglich sie zu posten? danke...ich kann mich nicht aufhören an diese Schwestern zu denken...ich bereue gerade nicht mehr französisch gelernt zu haben:-(

Braut des Lammes hat gesagt…

Es gibt für alle Beiträge zu diesem Kloster ein eigenes Label,
Braut des Lammes: Seigneur, le silence est votre louange
Mehr Bilder hab ich, glaub ich, nicht. Ich schau nochmal nach.

Freiburgbärin hat gesagt…

Ich bin tief beeindruckt von dem Leben der Schwestern.

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