Sonntag, 6. Februar 2011

Salz, Licht und Aufbruch


Den Aufbruch, den unsere Kirche und unsere krisengeschüttelte Sozialordnung nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa braucht, ist ein Aufbruch der Leidenschaft, einer Leidenschaft für Gott und für den Menschen. Und genau diese vermisse ich schmerzlich in den Debatten und Diskussionen, die wohl anstehen.

Natürlich lauern hier auch Gefahren, denn im Geistlichen lassen sich Leidenschaften sehr leicht politisieren, aber es steht einem Theologen nicht an, die wichtigste Frage, die nach dem Sinn und Ziel des Ganzen, einfach auszuklammern. Man sollte auch bei Dingen, für die es sich lohnt, mit ganzer Hingabe einzutreten, einen kühlen Kopf bewahren. Und wir sollten wachsam sein gegenüber Tendenzen, die uns suggerieren, das Christentum könnte man auch zum halben Preis haben oder eine Nachfolge die ernst macht, die das Engagement des ganzen Lebens erfordert, sei doch eigentlich verzichtbar. Nein, eine solche Kirche ist verzichtbar, das möchte uns die Bergpredigt ins Stammbuch schreiben.

„Ihr seid das Salz der Erde! Wenn das Salz verrückt gemacht wird, womit soll man salzen? Es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.“

Den Geschmack der Bergpredigt, den Geschmack der Freiheit der Jünger Christi wollen wir in unsere Taten legen, nicht in unsere Worte. Diese sollen vor der Welt leuchten, damit die, die diese Taten sehen, den Vater im Himmel preisen.
(Unser Pfarrer in der heutigen Sonntagspredigt)

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