Sonntag, 13. Februar 2011

Nicht Weisheit dieser Welt

Wir verkündigen Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden. Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt, denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes.

– der hl. Paulus in der heutigen zweiten Lesung des 6. Sonntags an die Gemeinde in Korinth. Im Ruf vor dem Evangelium heißt es:

Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde;
du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen offenbart.


In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast – was für eine erstaunliches Lob Gottes, das sein Sohn da ausspricht! Die Weisheit Gottes und die Geheimnisse seines Reiches zu erkennen, braucht die Haltung des Unmündigen, des Kindlichen, der Schwachen. An anderer Stelle heißt es, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder… Bedenkt man den ganzen Vers, aus dem der Ruf vor dem Evangelium stammt, kommt heraus:
Gott hat die Geheimnisse des Reiches vor Weisen verborgen und sie Unmündigen geoffenbart.

Die Weisen zur Zeit Jesu waren die Pharisäer und Schriftgelehrten, doch sie haben Jesus verworfen oder nicht erkannt. Ganz einfache Menschen haben ihn als Messias erkannt und sind ihm gefolgt. Sie sind die Unmündigen.

Heute sind die Weisen, vor deren Augen die Geheimnisse des Reiches verborgen ist, und jene, die Weisheit dieser Welt (oder der Machthaber dieser Welt) vertreten, vielleicht diejenigen, die behaupten, Jesus habe alles ganz anders oder wenigstens nicht so gemeint. Die Unmündigen sind die, die wissen, daß es eine andere Welt gibt, das Reich Gottes, das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.

Kommentare:

Lauda Sion hat gesagt…

und:
sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.
Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten,
-damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.-

:)

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, genau. :)

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