Donnerstag, 3. Februar 2011

Licht vom fleischgewordenen Wort – Papst Benedikt zum Tag des geweihten Lebens


Bei seiner Ansprache zum diesjährigen Tag des geweihten Lebens ging der Heilige Vater in besonderer Weise auf das Licht und das Antlitz Christi ein. Mich hat das gefreut, denn die Stelle aus dem zweiten Korintherbrief in der es heißt, Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi, bedeutet mir ebenfalls sehr viel. Eine Aufgabe des geweihten Lebens ist es, dieses Licht auf dem Angesicht Christi sichtbar zu machen und in die Welt zu tragen.

Papst Benedikt hielt diese kurze Betrachtung zur zweiten Vesper des Festes der Darstellung des Herrn. Daß der Heilige Vater sich in seinen Abschiedsgrüßen ausschließlich an die Ordensleute wendet, ist übrigens eine Verkürzung des Übersetzers ins Deutsche. Im Original heißt es il mio pensiero va con speciale affetto a tutti i consacrati e le consacrate (… alle gottgeweihten Personen)

Das Bild der Darstellung Jesu im Tempel, das uns das Evangelium präsentiert, enthält als grundlegendes Symbole, das Licht. Ein Licht, das, von Christus her auf Maria und Josef, Simeon und Anna scheint und durch sie alle strahlt. Die Kirchenväter haben dieses Durchstrahltwerden auf ihrem spirituellen Weg erlebt. Das geweihte Leben drückt diese Dynamik, vor allem als "Philokalia", als Liebe zur Schönheit Gottes, als Abbild der Güte Gottes aus. Auf dem Antlitz Christi erstrahlt das Licht dieser Schönheit. " Wie die drei auserwählten Apostel, so betrachtet die Kirche das verklärte Antlitz Christi, um sich im Glauben zu stärken und die Ohnmacht vor seinem entstellten Antlitz am Kreuz nicht zu riskieren. Im einen wie im anderen Fall ist sie die Braut, die vor dem Bräutigam steht, die an seinem Geheimnis teilhat und von seinem Licht eingehüllt ist. Von diesem Licht werden alle ihre Söhne und Töchter erreicht, die alle in gleicher Weise berufen sind, Christus zu folgen … Aber eine einzigartige Erfahrung des von dem fleischgewordenen Wort ausgestrahlten Lichtes machen mit Sicherheit jene, die zum geweihten Leben berufen sind. Das Bekenntnis zu den evangelischen Räten bestimmt sie nämlich zum Zeichen und zur Prophetie für die Gemeinschaft der Brüder und Schwestern und für die Welt.

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