Montag, 28. Februar 2011

Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen?

Diese Lesung hat mich gestern sehr berührt:
Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht – Spruch des Herrn. (Jes 49, 14-15)
Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen? fragt der Prophet Jesaja rhetorisch. Ja, das kann sie. Es gibt Geschichten von Müttern, die – wie in einem Fall vor Jahren berichtet wurde – ihr neugeborenes Kind in den Keller getragen und dort, wohl in einem psychischen Ausnahmezustand, buchstäblich vergessen hat. Es gibt Eltern, die den ihnen geschenkten Kindern Entsetzliches antun. Für sie alle gilt die unmittelbar erfolgende Antwort Gottes: Selbst wenn die Eltern ihre Kinder nicht so lieben, wie diese es gebraucht oder sich ersehnt hätten – Gott vergißt sie nicht.

Eine anrührende Predigt über die Vergebung der Kinder gegenüber den eigenen Eltern hat uns an Allerseelen unser Pfarrer gehalten. Ein lesenswerter Beitrag zu der Lesung aus Jesaja ist hier bei den fünf Broten und den zwei Fischen.


Bild: Madonna mit Kind (Detail), Filippino Lippi (via Father Z.)

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...