Samstag, 12. Februar 2011

Flipper, ein Christussymbol – Christussymbole (7)

Flipper – ein Christussymbol :)

Nach längerer Zeit geht es hier auf dem Blog wieder weiter mit den Christussymbolen.

Bereits in der Antike galten Delphine als heilige Tiere, und als Sinnbild des Durchzugs der Seelen vom Tod zum Leben. Oppian, der Grieche, schreibt dazu:
Schändlich ist es, Delphine zu jagen. Nie mehr vor die Götter treten darf der Mann, der mit Absicht ihren Tod herbeiführt. Seine Opfergaben bleiben ungeliebt. Seine Berührung vergiftet die Altäre und er besudelt alle, die unter seinem Dach leben. So sehr, wie sie das Morden von Menschen verdammen, hassen die Götter den, der Todesqual über die gütigen Herren der Tiefe bringt.



Neben Fußböden und Fresken versah man auch Sarkophage und Grabsteine mit Darstellungen des Delphins. Diese Delphine schwimmen auf einem Fries im Palast von Knossos (1600 v. Chr.) Tierforscher haben entdeckt, daß Delphine ein Wissen um sich selbst haben, sie sind in der Lage, sich und andere andere Delphine zu erkennen, auch haben sie eine Sprache. Meine Schafe hören auf meine Stimme, ich kenne sie, und sie folgen mir (Joh 10,27). – Christus als oberster Delphin? In seiner Schrift De baptismo (Über die Taufe) schreibt Tertullian:
Glückseliges Sakrament unseres Wassers, wodurch wir, nach Abwaschung der Fehltritte unserer vorigen Blindheit, für das ewige Leben in Freiheit gesetzt werden! … Uns aber, den Fischlein, gemäß unserm Ichthys[1], Jesus Christus, in welchem wir geboren werden, ist nur dann wohl, wenn wir im Wasser bleiben.


Auf dieser Deckenmalerei eines Gewölbes in der oberen Katakombe der Villa Torlonia sind neben religiösen Symbolen des Judentums (Menora, Schofar und Zitronen) auch Christussymbole wie die Weinrebe und Delphine zu sehen.

Der Delphin wurde vor allem wegen seiner Freundlichkeit, Liebe und Fürsorge zum Christussymbol, denn Delphine gelten von alters her als Retter von Schiffbrüchigen oder Ertrinkenden. Inmitten einer für den Menschen lebensfeindlichen Umgebung – der Tiefe des Meeres – wird Christus dem Menschen zum kraftvollen Retter. Er taucht hinab in die Tiefe des Meeres, des Todes, die Tiefe hält ihn aber nicht fest.

Delphinmosaik auf einem christlichen Grab in der römischen Provinz Africa

So ist der Delphin also ähnlich wie das Lamm sowohl Christussymbol als auch als Sinnbild der einzelnen Seele. Die paarweise um einen Anker verschlungenen Delphine sind ein Symbol für Christus, der die Seelen ins Paradies führt. Der Anker, ein Symbol der Hoffnung, steht dabei für das Kreuz. Schon in den römischen Katakomben gibt es die Darstellung eines Delphins mit einem geöffneten Herzen, meines Wissens dürfte es sich dabei um den frühesten Ausdruck der Herz-Jesu-Verehrung handeln.

Where the road runs out and the signposts end,
where we come to the edge of today,
be the God of Abraham for us,
send us out upon our way.

Lord, you were our beginning,
the faith that gave us birth.
We look to you, our ending,
our hope for heaven and earth.

When the coast is left and we journey on
to the rim of the sky and the sea,
be the sailor’s friend, be the dolphin Christ
lead us in to eternity.

When the clouds are low and the wind is strong,
when tomorrow’s storm draws near,
be the spirit bird hovering overhead
who will take away our fear. (Colin Gilson)


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[1] ΙΧΘΥΣ (Fisch): Ιησούς Χριστός Θεού Υιός Σωτήρ – Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser

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