Mittwoch, 12. Januar 2011

Was kaum einer weiß…

Aus der Reihe Entlegene Fakten oder Dinge, die wirklich keiner wissen will (etwa: Warum die Temperatur in der Hölle nicht über 444,6 °C liegt) heute:

Was die Stadtreinigung und iKEA mit dem Kirchenjahr zu tun haben

Gern würden wir in der Akademiekirche altem Brauch folgend den Christbaum bis Mariä Lichtmeß stehen lassen, zumal er wirklich wunderschön ist. Geht aber nicht, denn die BSR hat genau zwei Termine für die Abholung der Christbäume – wenn ich mich recht erinnere, der 11. und der 18. Januar. Einen extra Abholtermin könnten wir uns keinesfalls leisten (wir konnten uns schon kaum den Baum leisten). Könnte man den zweiten Termin nicht auf den 4. Februar (für Spätentschlossene wie uns) legen?

Das Kuriosum, wieso man manchen weggeworfenen Baum schon am 26. Dezember auf der Straße liegend vorfindet, muß man mir auch erst noch erklären. Mich erinnern solcherart achtlos weggeworfene Bäume immer an Hans Christian Andersens herzzerreißendes Märchen vom Tannenbaum; auch bin ich immer mal wieder in Versuchung, so einen Baum, dem man nicht einmal bis Dreikönig – dem traditionellen Abschmücktermin bei uns zu Haus – seinen Platz gegönnt hat, mit zu mir zu nehmen (ja ja, ich weiß schon, Konvertiten und Bekloppte…). Jedoch finde ich solche Bäume immer in Gegenden, die dafür nun wirklich zu weit von meiner Wohnung weg liegen. Und außerdem, wo soll das hinführen? Binnen kürzestem hätte ich ein Rudel heimatloser, zu kurz gekommener Christbäume bei mir zu Haus. (Möglicherweise fänden die Katzen das aber gut).

Liebe Leute, es ist nicht, daß ich keine anderen Sorgen hätte, es fiel mir nur grad so ein. Wer sich angesichts der Knut-Werbung von iKEA immer mal wieder gefragt hatte, wer zum Geier ist eigentlich Knut? – Es ist der Märtyrer Knut IV. von Dänemark, der mit den heiligen Königen Erich und Olaf (noch drei Könige!) einen Gedenktag hat. Der Überlieferung ordnete er seinerzeit an, die Weihnachtszeit um zehn Tage zu verlängern.

Kommentare:

Archangelus hat gesagt…

Unseren Baum bekommt nach Lichtmeß immer der Nachbar für seine Hackschnitzelanlage - er hat was zu heizen und wir sind den Baum los. Aber in einer Großstadt kann das wohl schwieriger sein.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja - unsern Baum zuhause hat mein Vater kleingehackt und im Ofen verfeuert. Aus der Spitze wurde traditionell ein Quirl (soviele Quirle braucht kein Mensch, aber immerhin!)

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