Freitag, 14. Januar 2011

Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!


Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen.
Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab.
Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen:
Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?
Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen?
Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?
Ihr sollt aber erkennen, daß der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten:
Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! (Mk 2, 3-11)

Nach einem wirklich schönen Erlebnis beim Empfang des Bußsakramentes habe ich mich gefragt, warum ich mich eigentlich in Bezug auf die Beichte vorher oft so anstelle, als müßte ich zum Zahnarzt? Eher schlimmer: es hat Jahre gegeben, in denen ich wesentlich öfter – und entspannter – beim Zahnarzt war als im Beichtstuhl.

Die Bilder der Tagesevangelien gestern und heute sind Abbilder der Wirkung des Bußsakraments. Da kniet man, und Christus selbst spricht zu einem: Ich will es, werde rein! Oder auch: Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause!

Kommentare:

Annuntiator hat gesagt…

Danke für den Kommentar zum Evangelium.

Johannes hat gesagt…

Ja, wirklich schön!

Braut des Lammes hat gesagt…

Eigentlich habe ich zu danken – für die Möglichkeit, überhaupt beichten zu können.

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