Montag, 10. Januar 2011

Sie folgten dem Stern

Der schönste hiesige Versprecher in der Weihnachtszeit: „Und die Hirten kamen eilends zum Grab!“ (Mist, wo kriege ich jetzt dazu das passende Bild her?!)

Zum Beitrag über die heiligen drei Könige wollte ich wie andere Mitblogger auch erst dieses Bild von Gentile da Fabriano nehmen, weil das Jesuskind dem einen König da so nett auf die Glatze patscht. Dann ist es doch Botticelli geworden, obwohl man den meiner Ansicht eigentlich nur wirklich würdigen kann, wenn man direkt davorsteht, einfach, weil man dann noch viel mehr sieht, was auf den Wiedergaben verlorengeht, winzige Blumen im Gras zum Beispiel).

Bei der Betrachtung der Darstellungen dieser Anbetungsszene fällt außer den mitgebrachten Gaben natürlich auch die Körperhaltung der Weisen auf: mindestens zwei, wenn nicht alle, knien immer. Zum Thema „dem Stern folgen und huldigen“ hat unser Pfarrer in der Frühe des Hochfests der Erscheinung etwas sehr schönes gesagt:

Es gibt eben Momente, in denen wir ganz instinktiv das Bedürfnis haben, niederzuknien. Die Magier sind diesem ihren Bedürfnis einfach so gefolgt. Es wird nicht kommentiert durch den Evangelisten, sondern als selbstverständlich hingenommen. Sie sind die Heiden, die etwas unbeschreiblich Großes erleben. Und sie erscheinen irgendwie sehr selbstsicher in ihrem Auftreten und bleiben es auch dann, wenn andere ihnen darin nicht folgen. Das läßt sie groß werden durch das Geheimnis, dessen sie teilhaftig werden.


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