Dienstag, 21. Dezember 2010

O Oriens (O Morgenstern)


O Morgenstern,
Glanz des unversehrten Lichtes,
der Gerechtigkeit strahlende Sonne:
o komm und erleuchte, die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes!

Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das Haus des Herrn. Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht verrichten; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn. Damals sagte Salomo: Der Herr hat die Sonne an den Himmel gesetzt; er selbst wollte im Dunkel wohnen. (1. Kön 8, 10-12)

Seit ältester Zeit wandten sich die Christen zum Gebet nach Osten, der aufgehenden Sonne zu, die denen aufgeht, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes.

Christus selbst ist der wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht, der von den Toten erstand, der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht; der mit Dir lebt und herrscht in Ewigkeit, wie es im Exsultet heißt. Der heilige Paulus nennt Christus den Abglanz seiner Herrlichkeit und spricht von der Erkenntnis des Gottessohnes:

Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi. (2. Kor 4,6)

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