Montag, 6. Dezember 2010

In seiner Hand sind die Tiefen der Berge – hl. Barbara, Jungfrau und Märtyrin

Die hl. Barbara, Giovanni Antonio Boltraffio um 1502

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Gedenktag der heiligen Barbara, zu dem ich am Samstag (technisch gesehen) nicht kam – Viele werden gerade an diesem Tag noch einmal dankbar der wunderbaren Errettung der chilenischen Bergleute gedacht haben – die Heilige ist Patronin der Bergleute und gehört zu den vierzehn Nothelfern. Daß man sie als Patronin der Bergleute anruft, geht auf eine der Legenden über ihre Vita zurück, derzufolge sie vor ihrem Vater floh, der sie gewaltsam zur Heirat mit einem Heiden zwingen wollte, Barbara hatte sich jedoch Christus geweiht. Auf der Flucht öffneten sich vor ihr die Felsen eines Berges und schlossen sie schützend ein.


Meister des St. Barbara-Altars,
Altartafel in der Kirche der hl. Barbara in Breslau
Die heilige Barbara, eine Jungfrau und Märtyrin, wurde von ihrem Vater in einem Turm eingesperrt, wo sie Christus widersagen sollte. In Abwesenheit ihres Vaters rief Barbara die Diener herbei und forderte sie auf, ein drittes Fenster in den Turm brechen zu lassen, so daß durch diese drei Fenster ein einziges Licht ihre Einsamkeit erleuchte: ein Abbild der anbetungswürdigen und ungeteilten Dreieinigkeit. So schuf die heilige Barbara ein Abbild der allerheiligsten Dreifaltigkeit, das nur die Augen der Glaubenden erkennen konnten, zugleich ist es wunderbar einfach zu verstehen.

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