Dienstag, 28. Dezember 2010

Fest der unschuldigen Kinder


Der Bethlehemitische Kindermord, Pieter Breughel d. Ä., um 1565

Vater im Himmel,
nicht mit Worten
haben die Unschuldigen Kinder dich gepriesen,
sie haben dich verherrlicht durch ihr Sterben.
Gib uns die Gnade,
daß wir in Worten und Taten
unseren Glauben an dich bekennen.
(Tagesgebet)

Seit dem sechsten Jahrhundert feiert die Kirche am 28. Dezember das Gedächtnis der Jesu wegen von der blinden Wut des Herodes getöteten Kinder (vgl. Mt 2,16-17). Die liturgische Tradition nennt sie die “Unschuldigen Kinder” und verehrt sie als Märtyrer. In all den Jahrhunderten entwickelten sich in Kunst, Dichtung und Volksfrömmigkeit Gefühle der Sympathie und Zärtlichkeit, die das Gedächtnis dieser “zarten Herde geopferter Lämmer” festgehalten hat. Solche Gefühle waren immer begleitet von der Empörung über die Gewalt, mit der sie den Armen ihrer Mütter entrissen und dem Tod überliefert wurden.
Auch in unseren Tagen erleiden Kinder unzählige Formen von Gewalt, die nach ihrem Leben, ihrer Würde, ihrer Moral und ihrem Recht auf Erziehung trachten. An jenem Tag soll man an die große Zahl der nicht geborenen und unter dem Schutz der Gesetze, welche Abtreibung erlauben, vorzeitig ermordeten Kinder denken, was ein verabscheuungswürdiges Verbrechen ist. (aus dem Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie)


Im alten Schott habe ich übrigens gelesen, daß die Kirche an diesem Tag früher Violett (anstelle des Rots der Märtyrer) als liturgische Farbe vorgeschrieben und auf das Gloria verzichtet hat.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...