Freitag, 3. Dezember 2010

Barbarazweige schneiden!

Und da wir grade bei Pflanzen sind: die Barbarazweige morgen nicht vergessen! Dreht man die zugehörige Bauernweisheit um, feiern wir Weihnachten wohl heuer im Klee – was ich schade fände. Mir gefällt die derzeitige Wetterlage nämlich ungeheuer.

Barbarazweige werden nur was, wenn es vor dem Barbaratag schon Frost gegeben hat. Das dürfte dieses Jahr kein Problem sein, in einigen Bezirken hatte es in der letzten Nacht -18° C, und die Wiese, auf der ich nachher schneiden gehe, liegt unter einer einigermaßen hohen Schneedecke. Damit wäre der Romantik-Faktor wohl gesichert!

Hier einige Pflegetips für Barbarazweige, die ich letztes Jahr bei Conservare abgestaubt habe:
  • Nur mehrjährige Kirschentriebe blühen zuverlässig in der Vase. Sehr blütenreich sind Kirschzweige mit sogenannten Bukettknospen (das sind Knospen die so aufgezettelt abstehen)
  • Die frisch geschnittenen Zweige legt man in 35° C warmes Wasser. Für etwa zwölf Stunden bleiben sie im Tauchbad. Dann sollen sie sicher blühen.
  • Etwas Holzkohle ins Wasser geben: Holzkohle desinfiziert die Schnittstellen, und deshalb faulen die Zweige nicht so schnell. [Anmerkung der Verfasserin: Aspirin ist auch nicht schlecht.]
Im Nachhinein hatte ich im Hinblick darauf letztes Jahr festgestellt, daß ich die Hälfte vergessen hatte (Wässern, Kohle); die Barbarazweige – Äpfel, Kirschen, Sträucher in buntem Durcheinander, gleich hier um die Ecke geschnitten – sind aber trotzdem genau pünktlich und schön aufgeblüht. Herzlichen Dank an die heilige Barbara!

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