Freitag, 17. Dezember 2010

…und Friede auf Erden…!

Saumwanze (Coreus marginatus)
Als mir heute morgen ein solches Tierchen unterm Boiler in der Teeküche begegnet ist, mußte ich erstmal überlegen, ob es nicht doch eine Schabe sein könnte (das wäre zwar ein Novum, jedoch gab es in diesem Jahr schon eine versuchte Eroberung vom Planeten der Ameisen). Ich kam zu der Auffassung, nein, eher irgendein Käfer, und nahm ihn mit zu den Grünpflanzen in meinem Büro, wo es ihm so gut gefiel, daß er erst einmal fröhlich die Gegend erkundete. Prompt wurde er dabei von der Frau Kollegin erspäht, die darauf bestand, daß ich das Tierchen außen auf die Fensterbank tue – Insekten hielten sowas gut aus. Das mag ja sein, trotzdem hatte ich danach ein total schlechtes Gewissen, weshalb mich die Kollegin, glaub ich, außerordentlich albern fand.

Während sie zu irgendeiner internen Kochorgie – definitiv nicht mein Fall – anläßlich der betrieblichen Weihnachtsfeier entschwand, habe ich aufs Fensterbrett geguckt: da lag der Käfer und sah so tot aus, töter gings nimmer. Also wirklich, bei dem Wetter jagt man auch keinen Käfer vor die Tür! Ich hab ihn wieder hereingeholt, angehaucht, auf eine der Pflanzen gesetzt – nix. Jetzt, etwa eine halbe Stunde später, hat er sich doch wieder erholt, ich habe ihn im Wintergarten deponiert und er hat sich als eine Art einfarbige Blattwanze herausgestellt. Und Friede auf Erden…!

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