Mittwoch, 3. November 2010

Knick in der Optik

Am Allerheiligentag abends hatte ich doch noch etwas zu lachen*. Als ich vor der Haustür stand und nach meinem Schlüssel kramte, guckte ich aufs Klingelschild. Interessant klingende Namen sind da nichts Ungewöhnliches, jedoch hatte ich ohne Brille auf einmal das Gefühl, jetzt hätte jemand sein Klingelschild in Sanskrit geschrieben. Doch halt, das ist die Wohnung mir gegenüber, da wohnen eigentlich sehr nette Österreicher… Mit Brille stellte sich heraus, daß die Platte hinter den Klingeln offenbar aus einem Stück besteht, das jemand verkehrt herum eingelegt und wieder festgeschraubt hat. Also, derjenige muß wirklich ein sehr merkwürdiges Sehvermögen haben. Das lustige ist – selbst wenn man die Namen auch verkehrt herum entziffern kann, ist ja nun kein Klingelschild mehr der richtigen Klingel zugeordnet.

Innerlich schließe ich Wetten ab, wie lange das so bleiben wird. Ich sag erst mal nichts – wer zu mir will, ruft vorher an, alle anderen (Jehovas Zeugen, Aboverkäufer etc.) will ich für gewöhnlich ohnehin nicht sehen. Vielleicht ja denken alle anderen Mieter genauso, und wer bei uns klingelt, stellt sich dazu in Zukunft am besten auf den Kopf.

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*mein Computer hatte am Nachmittag sein Leben ausgehaucht. Brzzzzt!!!, das war sein letztes Wort… Ob ein Reanimationsversuch erfolgreich ist, weiß ich noch nicht, der Gute ist zwölf Jahre alt.

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