Samstag, 6. November 2010

Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt

Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferwecken, weil wir für seine Gesetze gestorben sind.

Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben. (2 Makk 7, 9, 14)

Diese Worte aus der ersten Lesung zum 32. Sonntag im Jahreskreis könnten auch Worte der im Irak ermordeten Christen zu ihren Verfolgern sein. Gern warten wir auf die Auferstehung unseres Leibes, oder wie Hiob in der Lesung der zweiten Messe vom Allerseelentag sagt: Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen.

Ein Kollege, ein Christ aus dem Irak, hat mir gestern abend erzählt, daß sieben Bekannte unter den Opfern des Anschlages auf eine Kirche in Bagdad sind. Er sagte mir auch, daß viele von seinen Verwandten eigentlich soweit sind, den Muslimen zu sagen: "Gut, wir gehen, macht euer muslimisches Land, aber laßt uns in Frieden leben" – jedoch werden diese Leute von den europäischen Staaten nicht als Flüchtlinge aufgenommen. Habe ich das richtig verstanden: der Staat nimmt Muslime auf, die in ihrer Heimat von Folter und Tod bedroht sind, aber nicht die verfolgten Christen aus dem Irak?

Kirche in Not schreibt, was wir einstweilig für die verfolgten Christen im Irak und überall tun können:
  • Beten Sie für die verfolgten Glaubensgeschwister
  • Helfen Sie mit Ihrer Spende
  • Unterstützen Sie die Priester mit Ihren Meßstipendien
Mir fiele noch "schreiben Sie an Ihren Kongreßabgeordneten" (oder dessen Äquivalent) ein. Und nochmals: betet, betet!

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