Montag, 29. November 2010

Christus, der wahre Morgenstern



In den letzten Wochen ist mir verschiedentlich das Exsultet in den Sinn gekommen – scheinbar liturgisch verquer, ist es das nicht. Endet das Lob der Osterkerze doch mit den Worten:
Sie leuchte, bis der Morgenstern erscheint, jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht: Dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, der von den Toten erstand, der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht; der mit Dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
In dem schönen Adventslied Jochen Kleppers dichtet er, der sicherlich viele solcher Nächte gehabt haben mag:

Die Nacht ist vorgedrungen
Der Tag ist nicht mehr fern.
So sei nun Lob gesungen
Dem hellen Morgenstern!
Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet
Auch deine Angst und Pein.


Die wunderbare Antiphon O Oriens am 21. Dezember nimmt ganz kurz vor Weihnachten diese Sehnsucht wieder auf:

O Morgenstern,
Glanz des unversehrten Lichtes, der Gerechtigkeit strahlende Sonne: o komm und erleuchte, die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes!


Eine eindringliche Predigt über die Sehnsucht des adventlichen Menschen hielt uns gestern unser Pfarrer: Der Advent ist die Zeit des aufgehenden Morgensterns, der die Kraft hat, die Dunkelheit zu zerstreuen.

1 Kommentar:

Ludolph hat gesagt…

Nö, das ist gar nicht verquer. Ich habe häufiger mal im Kirchnjahr den Eindruck, dass sich etwas aus der Osternacht ableitet oder auf sie Bezug nimmt. Die Osternacht quasi als Mutter aller Liturgie des Kirchenjahres.

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