Mittwoch, 13. Oktober 2010

Hedwigssohlen

Rechtzeitig vor dem Patrozinium der Kathedrale – 16. Oktober, Hedwig von Andechs (Hedwig von Schlesien) – ein Rezept für sogenannte Hedwigssohlen. Die Hedwigssohlen gehören, wie Agathabrot und Johannismandl zu den sogenannten Gebildenbroten, die früher zu Heiligenfesten an die Armen verteilt wurden.

Daß dieses Gebildenbrot die Form einer Schuhsohle hat, liegt an einer der Geschichten, die von der heiligen Hedwig überliefert sind: sie pflegte sommers wie winters barfuß zu gehen. Als ihr Beichtvater ihr deswegen ins Gewissen redete und sie bat, doch lieber Schuhe zu tragen, trug sie Schuhe – in der Hand. Auf ikonographischen Darstellungen sieht man sie daher außer mit einem Kirchenmodell oder einer Geldbörse auch mit ihren Schuhen.


für den Teig
125 ml lauwarme Milch
4 Eßlöffel Zucker
1 Teelöffel Trockenhefe
1 Zitrone
250 g Mehl
4 Eßlöffel Butter
1/2 Teelöffel Salz
1 Ei


für den Überzug
2 Eßlöffel Sauerrahm
1 Eigelb
Zucker


Die Hälfte der Milch mit einem Teelöffel Zucker und der Hefe vermischen und abwarten, bis die Mischung Blasen wirft. Die Hälfte der Zitronenschale reiben. Alle Zutaten für den Teig dann mit der Hefemischung zu einem geschmeidigen, lockeren Teig verarbeiten; bei Bedarf noch etwas Wasser oder Mehl zugeben. Den Teig eine dreiviertel Stunde an einem warmen Ort gehenlassen. Den Teig in 16 Stücke schneiden und jeweils zu einer Schuhsohle formen (den Teig dafür etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen).

Die Sohlen auf ein gebuttertes Blech legen und nochmals 20 Minuten gehen lassen. Sohlen im vorgeheizten Ofen bei 200 °C 20 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Fünf Minuten vor dem Ende der Backzeit die Oberfläche der Sohlen mit der Mischung aus Sauerrahm und Eigelb bestreichen, mit Zucker bestreuen und fertigbacken.

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