Dienstag, 21. September 2010

To be continued



Ein moderner Fortsetzungsroman entsteht gerade in unserem Miezhaus. An einem schönen, sonnigen Nachmittag, irgendwo mitten in Deutschland:

  1. Mieter A klebt einen Zettel an die Hauseingangstür, in der er eine Suchmeldung veröffentlicht. Er sucht ein Paket, laut Angaben der Post irgendwo im Haus zugestellt sein worden soll, aber unauffindbar ist. Falls man das Paket hat oder gesehen hat, möge man sich bitte bei ihm melden.

  2. Mieter B schreibt darunter, genau das gleiche sei ihm vor kurzem auch passiert und empfiehlt, sich bei DHL zu beschweren.

  3. Mieterin C (ich) drückt ihr Mitgefühl angesichts der verschwundenen Pakete aus und fügt – leicht angefressen, da sie die Vorder- und Hintertür wieder einmal offenstehend vorgefunden hat – hinzu, es wäre nett, wenn die Türen verschlossen gehalten würden, da sonst die Gefahr, daß nicht nur Pakete, sondern die Inhalte halber Wohnungen und ganzer Keller verschwinden, exponentiell ansteigt. In der Tat ist bereits eingebrochen worden.

  4. Etwa zwei Stunden danach steckt ein Kugelschreiber hinter dem Blatt.

  5. Mieter D schließt sich dem Statement von C an. Bitte denkt auch an die Heizkosten, wenn die Hintertür Tag und Nacht offensteht!

  6. Da der Platz auf dem Blatt allmählich knapp wird, vermute ich, daß als nächstes jemand ein weiteres Blatt darunterklebt. Alternativ schreibt A drunter: Laßt mich doch alle zufrieden, ihr Hornochsen!

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