Montag, 13. September 2010

Kreuzerhöhung – im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung

O unbegreifliches Werk der Liebe! Es starb der Tod, als am Kreuze
das Leben starb.
(erste Antiphon der zweiten Vesper)

In der Stille des Karfreitags, in der wir uns auf das Leiden und Sterben Christi besinnen, erhebt der Priester das Kreuz und singt:

Ecce lignum crucis, in quo salus mundi pependit.

(Seht, das Holz des Kreuzes,
an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt.)

Morgen feiert die Kirche das Fest der Kreuzerhöhung. An diesem Tag gedenkt die Kirche der Wiederauffindung des Kreuzes Christi am 13. September 326 und zugleich dessen feierlicher Erhebung (= Erhöhung) vor dem Volk in der Grabeskirche am Weihetag der Basilika, dem 14. September 335.


Im frühen vierten Jahrhundert reiste Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, nach Jerusalem, um dort die heiligen Stätten zu besuchen. Bei den Grabungsarbeiten für die Grabeskirche, die Konstantin errichten ließ, fanden die Arbeiter drei Kreuze. Der Überlieferung zufolge erkannte man unter ihnen das Kreuz Christi daran, daß eine Sterbende durch die Berührung mit ihm geheilt wurde.

Vor allem aber blicken wir an diesem Festtag in Freude und Dankbarkeit auf das Kreuz, von dem uns Heil und Erlösung gekommen ist, den Baum des Lebens, den der Laudeshymnus auch den Baum der Treue nennt. Die Frucht, die dieser Baum hervorbringt, ist Christus selbst. Indem wir seinen Leib essen und sein Blut trinken, haben wir das ewige Leben.

In der Präfation des Festes heißt es:
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, immer und überall zu danken. Denn du hast das Heil der Welt auf das Holz des Kreuzes gegründet. Vom Baum des Paradieses kam der Tod, vom Baum des Kreuzes erstand das Leben. Der Feind, der am Holz gesiegt hat, wurde auch am Holze besiegt durch unseren Herrn Jesus Christus.

Wie wunderbar ist das Kreuz Christi! Es bringt Leben, nicht Tod, Licht, nicht Dunkelheit, das Paradies, nicht seinen Verlust. Es ist das Holz, an dem der Herr, wie ein starker Krieger, an Händen Füßen und seiner Seite verwundet ward und dadurch unsere Wunden heilte. Ein Baum hat uns zerstört, ein Baum brachte uns nun das Leben. (Theodor Studites)
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

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