Mittwoch, 28. Juli 2010

Martha diente – Hl. Martha von Bethanien

Der heutige Beitrag über die Ministrantenwallfahrt ist eigentlich beim Nachdenken über die heilige Martha[1] entstanden, deren Gedenktag die Kirche morgen feiert. Es ist mir in den Sinn gekommen, daß diese Heilige auch eine gute Patronin für die Ministranten sein könnte: die heilige Martha dient Christus selbst und erkennt ihn als den Messias. Sie dient dem Herrn, in dem sie für ihn sorgt, ganz schlichte und alltägliche Dinge tut. Nicht deswegen wird sie von ihm getadelt. Sr. Mary Francis Aschmann PCC schreibt:
Als Martha diente, tadelte unser lieber Herr sie nicht. Sie erwies ihm in der ihr bestimmten Berufung einen sehr vollkommenen Dienst. Erst als sie ein anklagendes Auge auf Maria warf, tadelte er sie.
Die heilige Martha lehrt uns, daß die einfachsten Dinge schön, würdig und ehrenvoll sein können, wenn man sie für den Herrn tut, und inspirierte so bedeutende Heilige und Kirchenlehrerinnen – sowohl die große als auch die kleine heilige Therese waren der festen Ansicht, man könne Gott ebenso in den Alltäglichkeiten des Haushalts begegnen wie in der mystischen Versenkung. In der Tat besteht der Tag einer Karmelitin und einer Klarissin – der Karmel und die Klarissen sind die beiden größten beschaulichen Orden – zu einem guten Teil aus solch einfachen Arbeiten.

Auch wenn der Herr in der Perikope vom „besseren Teil“ dieses Maria zuschreibt, so heißt es doch im Johannesevangelium: Jesus liebte Martha, ihre Schwester Maria und Lazarus. Sicherlich war er oft bei ihnen zu Gast. Nach dem Tod des Lazarus wendet sich Martha voll Vertrauen an Christus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Auf Jesu schier ungeheuerliche Aussage: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt bekennt sie ihn als den Messias: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. (Joh, 11, 5, 21-22, 27)
Allmächtiger, ewiger Gott,
die heilige Martha durfte deinen Sohn
in ihr Haus aufnehmen und bewirten.
Auf ihre Fürsprache hin mache uns bereit,
in unseren Mitmenschen Christus zu dienen,
damit wir einst bei dir Aufnahme finden.
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[1] liebes Meßbuch, ich bringe es einfach nicht fertig, „Marta“ und „Betanien“ zu schreiben. Tut mir leid, ich habs versucht.

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