Donnerstag, 1. Juli 2010

Mariä Heimsuchung





In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Juda. (Luk 1,39)

Wir lesen im Evangelium, daß Gott die Welt so sehr geliebt hat, daß er Jesus der reinsten Jungfrau Maria gab. Und sie, als sie Jesus empfangen hatte, ging in Eile, um ihrer Base Elisabeth zu dienen. Sie kam zum Haus Elisabeths, um den demütigen Dienst einer Magd zu tun. Da geschah etwas sehr Merkwürdiges: Als Maria in das Haus kam, sprang das kleine, ungeborene Kind im Schoß Elisabeths vor Freude. Wie merkwürdig, daß Gott sich eines ungeborenen Kindes bediente, um die Ankunft Christi zu verkünden. (Mutter Theresa bei einer Ansprache im Stift Heiligenkreuz)
Am Fest der Heimsuchung Mariens gedenken wir der Freude Mariens und der vormals unfruchtbaren Elisabeth, die beide auf wundersame Weise empfingen – ein adventliches Fest, denn wie das Fest der Verkündigung weist es auf die Menschwerdung und das Kommen des Gottessohnes hin.

Als Elisabeth den Gruß Mariens hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib, heißt es im Evangelium über den Besuch Mariens bei Elisabeth. Die Begegnung mit dem ungeborenen Christus heiligt den ungeborenen Johannes schon im Mutterleib. In diesem Zusammentreffen der Mütter und der Söhne, Maria und Elisabeth, Johannes und Jesus, scheint auch der ungeborene Johannes ein erstes Mal auf den künftigen Erlöser hinzudeuten.

Elisabeth preist Maria selig, diese antwortet mit einem Lobgesang, den die Kirche in jeder Vesper feierlich anstimmt.

Im deutschen Regionalkalender ist das Fest, das der hl. Bonaventura 1263 eingeführt hat, an seinem ursprünglichen Platz, dem Oktavtag der Geburt des hl. Johannes des Täufers (2. Juli), geblieben.

Keine Kommentare:

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...