Dienstag, 20. Juli 2010

Komm, Herr Jesus, sei unser Gast!

So spricht der Herr: Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir. (Offb 3, 20).

In der Predigt des Herrn Pfarrers am Sonntag kam dieses Bild des Malers Fritz von Uhde Komm Herr Jesu, sei unser Gast vor, das mir ebenfalls sehr lieb ist (es hängt hier in der Nationalgalerie, wenn Besuch kommt, gehen wir auch immer dorthin). Auf dem Bild werden die Worte des Tischgebets wahr – der Herr selbst kommt und ist zu Gast.

In der Predigt zum Evangelium hieß es später unter anderem:
Ehrlich gesagt, ich stehe beim Essen nur sehr ungern vom Tisch auf. Ich finde es furchtbar, wenn man sich unterhält und einer räumt hier und dort.
Mit der typischen Diktion und Betonung des Wortes „furchtbar“ verschaffte der Herr Pfarrer der versammelten Gemeinde an dieser Stelle einen überaus heiteren Moment, es warf aber zugleich aber tatsächlich ein Licht auf die Situation, wie sie sich dem Herrn dargestellt haben mag, und verhalf so zum besseren Verständnis. Mir tut die arme Martha nämlich immer etwas leid. Eine der Fragen, die sich mir bei dieser Perikope stets stellten, war: Wenn alle sich zu Füßen des Herrn niederlassen und den besseren Teil erwählen, ißt der Herr dann einfach einen Apfel und ein Stück Zwieback?[1]

Zur ganzen Predigt geht es hier weiter.


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[1] Historiker dürfen an dieser Stelle mit Recht einwenden, daß der Zwieback zu des Herrn Zeiten noch nicht erfunden war.

[2] Die Katze ganz links verkriecht sich nicht etwa wegen des eintretenden Herrn unter der Anrichte, sondern trinkt ein Schälchen Milch (hier nicht sichtbar).

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