Donnerstag, 3. Juni 2010

Anbetung



Am heutigen Festtag haben wir den Leib des Herrn durch die Straßen der Orte begleiten dürfen, an denen wir leben, arbeiten, beten.

Da Christus sich uns bei der Einsetzung des Altarssakraments am Gründonnerstag selbst geschenkt hat und wahrhaft bei uns ist, ist es naheliegend, wenn wir oft auch in der eucharistischen Anbetung oder dem stillen Gebet vor dem Tabernakel bei ihm sein wollen.

Die Klarissen in Bautzen.haben vor einigen Jahren ein Netzwerk Eucharistie ins Leben gerufen. Das Netzwerk vereint Beter auf der ganzen Welt, die regelmäßig eine bestimmte Zeit im Gebet vor dem Allerheiligsten verbringen. Im aktuellen Rundbrief der Schwestern heißt es:

Gott ist der Grund allen Seins, der es gut mit uns meint. Er ist wirklich alles, er ist es, auf den wir hören. Gott gehören, sein Eigentum sein, darin besteht die Anbetung. Wenn wir nicht sein Eigentum sein wollen, dann hat er keine Chancen, denn er zwingt sich nicht auf, sondern nimmt nur, was wir ihm geben. Wenn wir ihm alles geben, kann auch er alles geben.

Diese Grundhaltung ist ganz entscheidend für jegliche Pastoral und Seelsorge: den Weg öffnen für das Handeln Gottes. Wenn wir uns für Gott öffnen, kann er uns mit seinem Geist erfüllen, kann er durch uns und aus uns sprechen, dann erst können wir – wie Vinzenz Palotti sagt – "Posaunen des Evangeliums" sein.

Anbetung stellt die Voraussetzung für unsere ganze christliche Existenz dar. Wenn sie fehlt, abflaut und versickert, dann ist es unmöglich, daß alle anderen geistlichen Wege in die Tiefe gehen: sie werden automatisch oberflächlich. Die Ganzhingabe des Herzens ist die Voraussetzung für den Glauben selbst.
Am Fronleichnamsfest beginnt auch die Novene zum Heiligsten Herzen Jesu. Das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu feiert die Kirche am 11. Juni.

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