Dienstag, 25. Mai 2010

Hl. Maria Magdalena von Pazzi – Jungfrau

Heute begeht die Kirche den Gedenktag einer bedeutenden Mystikerin, der Karmelitin Maria Magdalena von Pazzi.

Caterina de Pazzi wurde 1566 in Florenz als Tochter einer adligen Familie geboren. Im Alter von nur neun Jahren erlernte sie von ihrem Beichtvater das innere Gebet. Mit zehn Jahren empfing sie am Hochfest der Verkündigung des Herrn die erste heilige Kommunion und legte einen Monat später das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit ab.

Ihre Eltern, die sie gut verheiraten wollten, holten sie vierzehnjährig aus der Klosterschule nach Hause, lenkten aber schließlich ein. So trat Caterina im Alter von 16 Jahren bei den Karmelitinnen der älteren Observanz – das heißt jene, die der teresianischen Reform nicht gefolgt sind – in Florenz ein, wo sie am 30. Januar 1583 als Novizin eingekleidet wurde und den Ordensnamen Maria Magdalena erhielt. Den Karmel unserer Lieben Frau von den Engeln am Borgo San Frediano wählte Caterina, weil es ihr möglich war, dort täglich die Heilige Kommunion zu empfangen. Bei bei ihrem Eintritt war sie erfüllt von der Vorstellung, den Rest ihres Lebens für Christus leiden zu dürfen.

Gegen Ende des Noviziats erkrankte Sr. Maria Magdalena so schwer, daß sie mit Erlaubnis ihrer Oberen am Dreifaltigkeitfest auf einer Trage in der Kapelle im Angesicht des Todes die feierliche Profess ablegen durfte. Gleich darauf fiel sie nach der heiligen Kommunion in eine Art Ekstase, die fast zwei Stunden andauerte. Dies wiederholte sich an den darauffolgenden vierzig Tagen.

Ihr Beichtvater bat sie, die mystischen Offenbarungen, die sie während dieser Versenkungen hatte, von Mitschwestern aufschreiben zu lassen. Auf diese Weise entstanden fünf Bände mit Aufzeichnungen, Briefen und Niederschriften. Ein ganzer Band dieser Aufzeichnungen befaßt sich mit einer Reihe mystischer Erlebnisse während der acht Tage von der Vigil des Pfingstfestes bis zum Dreifaltigkeitsfest 1585, ein anderer mit einer Zeit der Versuchungen und geistlichen Trockenheit, die volle fünf Jahre andauerte und erst am Pfingstfest 1590 endete.

Am 25 Mai 1607 starb Sr. Maria Magdalena nach schwerem Leiden und einem fast dreijährigen Todeskampf um drei Uhr nachmittags, der Todesstunde des Herrn. In ihren letzten Worten ermutigte sie ihre Mitschwestern, sich gegenseitig in der Liebe, im Vertrauen auf den Herrn zu bestärken und um seinetwillen zu leiden. Schon 1626 wurde Sr. Maria Magdalena von Pazzi von Papst Urban VIII. selig- und 1660 von Papst Clemens IX. heiliggesprochen.

Einfach geschrieben und doch höchst bemerkenswert ihre Gedanken über den Empfang der Heiligen Kommunion. Diese wären eigentlich auch gut geeignet, in der Katechese eingesetzt zu werden, denn die Grundaussage des Geschriebenen ist ebenfalls ganz schlicht – es ist der Herr.

Wenn du zur heiligen Kommunion gehst, so bedenke, daß du, indem du Gott empfängst, die größte Handlung verrichtest, die du je verrichten kannst.

Wenn du bedächtest, daß du, solange die hl. Gestalten dauern, die ganze hl. Dreifaltigkeit auf unaussprechliche Weise in dir hast, so würdest du gewiß nicht bloß gewohnheitsmäßig kommunizieren.

Es gibt kein wirksameres Mittel, die Seele zu vervollkommnen als die heilige Kommunion.

Unterlasse nie eine Kommunion aus eigenem Gutdünken, denn du weißt nicht, ob Gott nicht gerade in dieser Kommunion dir eine besondere Gnade zu geben beschlossen hat.

Man begeht ein großes Unrecht gegen die Liebe, mit welcher sich Christus im heiligsten Sakrament hingibt, wenn man kommunizieren kann und es nicht tut.

Gott der Herr hat sich uns aus Liebe geschenkt; daher verlangt Er, daß wir voll Gegenliebe und Dankbarkeit zu ihm kommen.

Wenn du das heiligste Sakrament empfangen hast, suche dich ganz in dasselbe zu verlieren, indem du dir vorstellst, es gäbe in der Welt nur noch Gott und dich!

1 Kommentar:

KatharinaMaria hat gesagt…

Wunderbar! Besonders ihre Geadnken über die Heilige Kommunion...... Danke!

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