Samstag, 1. Mai 2010

Hl. Josef, der Arbeiter


Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes.

Und doch verkündigen wir Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden. Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung: Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt, denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist. (1 Kor 2, 4-10)



Der heilige Josef hat ein Leben in der Verborgenheit des Alltags geführt und war doch Gott unendlich wohlgefällig. Obwohl uns kein einziges Wort, von ihm überliefert ist, war er stets Vollbringer des Willens Gottes: er hörte auf seinen Traum, beschützte die Jungfrau Maria auf dem Weg nach zur Volkszählung nach Bethlehem, und dann mit dem neugeborenen Jesuskind auf der Flucht nach Ägypten, um den Schergen des Herodes zu entgehen. Nach dem Tode des Herodes kehrte er auf Gottes Geheiß nach Nazareth zurück und sorgte weiterhin für die heilige Familie, durch seiner Hände Arbeit. Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?, so heißt es im Evangelium über Jesus.

Zu allen Zeiten hat die Kirche bei der Betrachtung des Lebens des heiligen Josefs den Schluß gezogen, daß der Beschützer des irdischen Leibes Jesu im Himmel sicherlich der Beschützer des mystischen Leibes Jesu, der Kirche sein müsse.

Papst Paul VI. nennt ihn den Zeugen einer großen Demut, einen bescheidenen und armen Arbeiter im Dunklen, der nichts Besonderes an sich hat, der selbst im Evangelium keiner Spur seiner Stimme hinterläßt. (Hochfest des hl. Josef, 19. März 1965)

Die große heilige Teresa, deren halberemitischer Orden geprägt ist vom innerlichen Gebet und Handarbeit, wenn möglich, in der Stille der Zelle, hegte eine große Verehrung für den heiligen Josef, dessen Fürsprache sie die Heilung von einer Krankheit des Leibes und der Seele zuschrieb. Mehrfach hatte Teresa Erscheinungen des Heiligen. In jedem Karmelitinnenkloster gibt es eine Statue des hl. Josef (vor diesem Hintergrund muß man wissen, daß der Karmel sonst sehr "kahl" ist: außer dem Kreuz und den Statuen der Gottesmutter und des hl. Josef gibt es eigentlich keine Heiligen- oder sonstigen Bildnisse). Viele Klöster des Ordens sind dem Patronat des heiligen Josef geweiht, so bereits das allererste. Der Orden der unbeschuhten Karmeliten betrachtet den heiligen Josef als Gründer des Ordens, da die heilige Teresa den Karmel mit seiner Hilfe gegründet habe.

Die große Teresa empfiehlt, sich in allen Lebenslagen an den heiligen Josef zu wenden, denn er, dem Jesus zu Lebzeiten anvertraut und gehorsam war, könne sich der Fürsprache seines Ziehvaters im Himmel sicher nicht entziehen.

Wer etwa keinen Lehrmeister zur Unterweisung in der Übung des innerlichen Gebets findet, der wähle sich als solchen diesen glorreichen Heiligen und er wird keinen Irrweg gehen.

und

Ich möchte jedermann zureden, diesen glorreichen Heiligen zu verehren, weil ich aus vieler Erfahrung weiß, wie viele Gnaden er bei Gott erlangt. Niemals habe ich jemand kennengelernt, der eine wahre Andacht zu ihm trug und durch besondere Übungen ihm diente, an dem ich nicht auch einen größeren Fortschritt in der Tugend wahrgenommen hätte; denn er fördert die Seelen, die sich ihm anempfehlen gar sehr. Soviel ich glaube, flehe ich ihn schon seit Jahren, jedes Mal an seinem Festtage um eine besondere Gnade an, und immer sehe ich meine Bitte erfüllt. Ist dieselbe nicht ganz rechter Art, so lenkt er sie zu etwas Besserem für mich. … Die Personen, die sich dem Gebet weihen, sollten ihn stets mit kindlicher Zärtlichkeit lieben. (Vida)

Sankt Josef, Sproß aus Davids Stamm,
gerecht und fromm im Leben!
Nach Gottes Plan ein Engel kam,
Verheißung dir zu geben.
Nimm deine Braut, sie trägt den Sohn,
der herrschen wird auf Davids Thron
und der sein Volk erlöst.

Du nimmst den Ruf im Glauben an,
erfüllst den Dienst mit Schweigen.
An. deiner Hand wächst der heran,
vor dem sich Engel beugen.
Er tritt aus deiner Hut heraus
und bleibt in seines Vaters Haus.
Und du erkanntest ihn.

Wie du Maria und ihr Kind
in deinem Schutz geborgen
wirst du solang wir Pilger sind,
für Christi Kirche sorgen.
Daß sie erstarke und gedeih
und Christus in ihr mächtig sei:
dazu Sankt Josef, hilf!

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