Freitag, 28. Mai 2010

Grün, grün, grün…

Mosaik in der Apsis von San Clemente in Rom
Irgendwie läßt mich die Begegnung oder Nichtbegegnung mit der Farbe Grün in dieser Woche nicht los. Die OP-Jugend sinniert im Beitrag grün ebenfalls über die Rückkehr der Zeit im Jahreskreis.

In der Sakristei habe ich zwar schon grüne Vela gesichtet, die Abendmesse wurde aber in dieser Woche an jedem Tag in Weiß gefeiert, da der jeweilige Zelebrant den Heiligengedenktag genommen hat. Ich habe mich schon gefragt, wie lange man dies äußerstenfalls fortsetzen könnte? Allerdings ist für Samstagmorgen eine Sendungsfeier angesetzt, bei er zu vermuten steht, daß die liturgische Farbe Grün sein wird.

Dann noch der Altarschmuck: in der Akademie gibts zur Zeit eine Vase, von der ich hoffe, daß sie nur zu Besuch ist. Sie ist derart monumental, daß sie nicht nur den Altar überragt – mit Blumen drin ist auch ohne weiteres größer als ich. Mit dem ausladenden Blumenschmuck drin habe ich während der Eucharistiefeier das lustige Gefühl, unter einem Baum zu dienen oder zu knien. Der Pfarrer hat der Vase zwischendurch beim Gang zur Kommunionspendung ebenfalls einen leicht irritierten Blick zugeworfen.

Andernorts hat die Floristin den Altarschmuck so knapp vor der heiligen Messe vollendet, daß, als wir einzogen, auf der einen Seite des Altars noch Blumen und Vasen standen. Als ich an meinen Platz ankam, waren Vasen und Floristin verschwunden, nur noch einige weiße Blütenblätter kündeten von ihrem Hiersein. Das nenne ich Traute! ;)

Daß das Grün der Paramente das grünende Leben der Kirche und des Lebens mit Christus symbolisiert, halte ich für eine schöne Deutung. Manchesmal sind mir auch die einfachen, schlichten Liturgien, in denen es keine Beräucherung, Salbung oder sonst etwas gibt, das mich vorab in Unruhe versetzen könnte, gerade besonders lieb.

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