Freitag, 14. Mai 2010

Die Treue zur Berufung erfordert Mut und Vertrauen

Der Heilige Vater hat in Fatima die Priester dazu eingeladen, in der Freude der Weihe zu leben und die priesterliche Treue zu bezeugen, die auf Christus gründet. – Erlaubt mir, euch mein Herz zu öffnen und euch zu sagen, daß die Hauptsorge jedes Christen und besonders der gottgeweihten Menschen und jener, die am Altar ihren Dienst tun, die Treue zur eigenen Berufung sein muß.
In diesem zu Ende gehenden Priesterjahr komme eine Gnadenfülle auf euch herab, damit ihr in der Freude der Weihe lebt und die priesterliche Treue bezeugt, die auf der Treue Christi gründet. Das erfordert natürlich eine wahre innige Beziehung zu Christus im Gebet, denn nur die starke und intensive Erfahrung der Liebe des Herrn wird die Priester und die gottgeweihten Frauen und Männer dazu hinführen können, auf seine Liebe in bräutlicher Ganzhingabe zu antworten.
Papst Benedikt verwies darauf, daß dieses Leben der besonderen Weihe an Gott von Beginn an eine Erinnerung an das Evangelium war, eine Erinnerung, die der ganzen Kirche die Radikalität des Evangeliums und das Kommen des Reiches zeigt, bestätigt und verkündet.

Nach der Vesper vollzog der Heilige Vater einen Weiheakt der Priester an das Unbefleckte Herz Mariens (in meiner Übertragung; ich habe keine Übersetzung gefunden):

Unbefleckte Mutter,
an diesem gnadenvollen Ort
an dem uns die Liebe deines Sohnes Jesus,
des ewigen Hohenpriesters, versammelt hat,
weihen wir,
Söhne des Sohnes und seine Priester,
uns deinem mütterlichen Herzen,
um treu den Willen des Vaters zu erfüllen.

Wir wissen, daß wir ohne ihn nichts tun können (Joh 15,5)
und nur durch ihn, mit ihm und in ihm
Werkzeuge der Erlösung für die Welt sein werden.

Braut des Heiligen Geistes,
gewinne uns die unschätzbare Gabe
der Verwandlung in Christus.
Durch dieselbe Kraft des Geistes,
die dich überschattet
und zur Mutter des Erlösers gemacht hat,
hilf uns, Christus, deinen Sohn,
auch in uns selbst lebendig zu machen.
Möge die Kirche
auf diese Weise durch heilige Priester erneuert werden,
die von der Gnade dessen verwandelt wurden,
der alles neu macht.

Gnadenvolle Mutter,
dein Sohn Jesus hat uns berufen,
ihm ähnlich zu werden,
Licht der Welt und Salz der Erde (Mt 5, 13-14).

Hilf uns
durch deine mächtige Fürsprache,
niemals hinter dieser erhabenen Berufung zurückzubleiben,
noch unserer Selbstsucht nachzugeben
und den Verlockungen der Welt
und den Nachstellungen des Bösen zu erliegen.

Bewahre uns in deiner Reinheit,
wache über uns mit deiner Demut
und erhalte uns in deiner mütterlichen Liebe,
die in sovielen dir geweihten Seelen widerscheint,
die uns wahrhaft geistliche Mütter geworden sind.

Mutter der Kirche,
wir Priester wollen Hirten sein,
die sich nicht selbst weiden,
sondern ihr Glück darin finden,
sich selbst für ihre Brüder hinzugeben.
Nicht nur durch unsere Worte,
sondern mit unserem Leben
wollen wir demütig, Tag für Tag,
unser "Hier bin ich" wiederholen.

Unter deiner Führung
wollen wir Apostel der göttlichen Gnade sein,
freudig bereit, Tag für Tag
das heilige Opfer am Altar darzubringen
und denen, die darum bitten,
das Sakrament der Versöhnung zu spenden.

Fürsprecherin und Mittlerin der Gnaden,
die du ganz umfangen bist
von der allumfassenden Mittlerschaft Christi,
schaffe uns, durch Gott,
ein neues Herz,
das Gott mit all seinen Kräften liebt
und der Menschheit dient, wie du es getan hast.

Wiederhole vor Gott dein treffendes Wort
"Sie haben keinen Wein mehr!" (Joh 2, 3)
sodaß der Vater und der Sohn erneut die Fülle
des Heiligen Geistes über uns ausgießen.
Voll Erstaunen und Dankbarkeit
über deine fortwährende Gegenwart
in unerer Mitte
möchte auch ich an diesem Ort
im Namen aller Priester ausrufen:
"Wie kommt es, daß die Mutter meines Herrn mich besucht? (Lk 1, 43)

Die du allzeit unsere Mutter bist,
werde nicht müde, uns "heimzusuchen",
uns zu trösten, zu ermutigen.
Komm uns zur Hilfe
und bewahre uns vor aller Gefahr,
die uns bedroht.
Durch diesen Akt des Vertrauens und der Weihe,
wollen wir dich tiefer und inniger
in unserem irdischen und priesterlichen Leben willkommen heißen.

Deine Gegenwart lasse die Wüste unserer Einsamkeit neu erblühen.
die Sonne in unsere Dunkelheit scheinen,
die Ruhe nach dem Sturm einkehren,
sodaß alle Welt die Erlösung des Herrn schaue,
der den Namen und das Antlitz Christi trägt,
der in unseren Herzen widerscheint,
die auf ewig mit dem deinen vereint sind.
Amen!
(Gebet des Heiligen Vaters, Benedikt XVI. in der Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit am 13. Mai 2010)

Kommentare:

Benedetta hat gesagt…

Übersetzung hier
http://kath.net/detail.php?id=26714

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, aber als die Übersetzung herauskam, hatte ich schon übersetzt und veröffentlicht. Danke trotzdem, ich hab noch Tippfehler gefunden. ;)

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