Freitag, 2. April 2010

Karsamstag – Tag der Grabesruhe


Am Karsamstag verweilt die Kirche betend und betrachtend am Grab des Herrn und betrachtet sein Leiden und seinen Tod. Die heilige Messe wird nicht gefeiert, der Altar bleibt unbedeckt. Nur den Sterbenden kann an diesem Tag die heilige Kommunion als Wegzehrung gereicht werden.

Am Anfang stellte das Heilige Grab eine Höhlung am Altar dar, in die das Kreuz und die Hostien gelegt wurden. Später dann wurde als Grab eine aus Holz gefertigte nischenartige Wölbung aufgestellt. In der Grabnische ruhte der „Leichnam“ Christi, mit Blumen geschmückt und von Wächtern umgeben. Über dem Grab erhob sich der Kalvarienberg mit dem Kreuz Christi. Zur Anbetung wurde die verschleierte Monstranz auf dem Berg über dem Grab aufgestellt. Bei der Auferstehungsfeier am Karsamstagabend verschwand Christus im Grab und erschien als Auferstandener auf dem Berg über dem Grab.

Mit dem heiligen Grab entwickelte sich das vierzigstündige Gebet. Als Erinnerung daran, daß Jesus vierzig Stunden im Grabe ruhte, betete man vierzig Stunden hindurch vor dem ausgesetzten Allerheiligsten am heiligen Grab.

Das Bild oben zeigt das sogenannte heilige Grab von Geldersheim, wo ein solches Bildnis erhalten geblieben ist. Dieses Bildnis, für dessen Anschaffung eine Magd ihr gesamtes Erspartes der Kirche vermachte, ist immerhin ungefähr neun Meter hoch.

1 Kommentar:

Miriam hat gesagt…

Wow, das heilige Grab in Geldersheim sieht fast genauso aus, wie das in Oberstdorf (Allgäu). Die Farben, der Aufbau, die Gewänder und das Aussehen der Engel. So schön, diese Tradition!

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