Samstag, 10. April 2010

Die geweihten Jungfrauen in der (virtuellen) Welt

923 Es gibt den „Stand der Jungfrauen, die zum Ausdruck ihres heiligen Vorhabens, Christus in besonders enger Weise nachzufolgen, vom Diözesanbischof nach anerkanntem liturgischem Ritus Gott geweiht, Christus, dem Sohn Gottes, mystisch anverlobt und für den Dienst der Kirche bestimmt werden" (CIC, can. 604, § 1). Durch diesen feierlichen Ritus der Jungfrauenweihe wird „die Jungfrau zu einer gottgeweihten Person, zu einem Zeichen, das auf die Liebe der Kirche zu Christus hinweist, und zu einem Bild für die endzeitliche himmlische Braut und für das künftige Leben" (OCV prænotanda 1).

924 Der Stand der Jungfrauen steht den anderen Formen des geweihten Lebens nahe. Er verpflichtet die in der Welt lebende Frau (oder die Nonne) nach ihrem Stand und den ihr geschenkten Charismen zum Gebet, zur Buße, zum Dienst an ihren Brüdern und Schwestern und zur apostolischen Arbeit [Vgl. OCV prænotanda 2]. Um ihr Vorhaben treuer zu halten und den in ihrem eigenen Stande entsprechenden Dienst für die Kirche durch die gegenseitige Unterstützung zu steigern, können die Jungfrauen Vereinigungen bilden. (CIC, can. 604, § 2). (KKK)

Seit kurzem gibt es nun eine Homepage des Ordo virginum in Deutschland, derzeit allerdings noch eine Baustelle. Die Struktur ist schon erkennbar, die entsprechenden Inhalte folgen sicherlich. In deutscher Sprache informieren kann man sich auch auf den Seiten des Ordo virginum in Österreich (diese Website ist inhaltlich leider recht statisch).

Eine Fülle an Material, inklusive eines kompletten Information packets für Interessentinnen, bietet dagegen die amerikanische Vereinigung der geweihten Jungfrauen USAVC, die auch einen etwa vierteljährlich erscheinenden Rundbrief herausgibt, The Lamp.

An dieser Stelle sei auf die kommende Tagung

Geweihte Jungfräulichkeit, gelebt in der Welt, gefeiert in der Liturgie, verkündet durch das Sein

vom 3. bis 6. Juni (Hochfest des Leibes und Blutes Christi) hingewiesen, zu der unter anderem Erzbischof Raymond Leo Burke von der apostolischen Signatur erwartet wird. Erzbischof Burke hat sich als Bischof der Diözese La Crosse sehr für die geweihten Jungfrauen eingesetzt und wir verdanken ihm viele Predigten und Betrachtungen über die gottgeweihte Jungfräulichkeit.

In einem Interview im vergangenen Jahr sagte Erzbischof Burke:
Die geweihten Jungfrauen geben ein starkes Zeugnis der Reinheit und der Selbstlosigkeit, mit der wir alle einander lieben sollten, besonders die Brüder und Schwestern, die dessen am meisten bedürfen. Die geweihte Jungfrau bietet ihre Jungfräulichkeit dem Herrn zur Weihe dar und gibt damit öffentlich Zeugnis der Liebe Christi zu allen Menschen, grenzenlos und ohne Ende. Eine zunehmend säkularisierte Gesellschaft braucht dringend das Leben und das Zeugnis der geweihten Jungfrauen, die ihre Brüder und Schwestern dazu aufrufen, zu lieben, wie Christus geliebt hat, zum Heil aller Menschen.

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