Mittwoch, 21. April 2010

Bethlehemschwestern

Da anscheinend ein großes Interesse an den in der Weise der Kartäuser lebenden Bethlehemschwestern (Monastische Familie von Bethlehem, der Aufnahme Mariens in den Himmel und des heiligen Bruno) besteht: dieser Orden ist noch recht jung. Die Gemeinschaft der Schwestern von Bethlehem, ein Institut päpstlichen Rechts, wurde 1951 in Chamvres gegründet. Ein Jahr zuvor hatte Papst Pius XII. das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verkündet.

Die Schwestern leben, wie man auch hier gut sehen kann, als Einsiedlerinnen in der Abgeschiedenheit der Klausur; das Kloster liegt naturgemäß in der Einöde bzw. in großer Höhe – eine Lebensweise die mich ungeheuer anzieht, obwohl ich unsicher bin, ob ich die nötige Disziplin und Körperkraft für ein Leben in der Zelle mit unterbrochenem Nachtschlaf aufbrächte. Es käme womöglich auf einen Versuch an.

Unter den 28 Frauenklöstern der Bethlehemschwestern gibt es auch eines in Deutschland. Hier einige Bilder aus dem Kloster Marienheide in Wollstein, das seit 2000 besteht:



Altar und Retabel

Tabernakel und Osterkerze

eine der Schwestern…

…und der ganze Konvent mit Bischof Algermissen bei der Kirchweihe 2008*

Dieses Foto und mehr Informationen darüber findet man hier bei Orden online. Zum entsprechenden Eintrag im Ordenslexikon gehts es hier entlang.
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* eine Anmerkung: Wer sich auf dem unteren Bild über „das blaue“ unter den Kapuzen wundert – das sind die trotz Kapuze am Habit doch vorhandenen Schleier der Schwestern.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schön, ich mag sie auch gerne, die Bethlehemschwestern!

Alberic-Marie hat gesagt…

Hallo,
mich interessiert, woher die Bilder von Schwestern stammen.
Wurden diese direkt von den Schwestern zur Verfügung gestellt?

Braut des Lammes hat gesagt…

@Alberic-Marie: Nein, das sind private Aufnahmen.

Anonym hat gesagt…

Hast du noch mehr Fotos von der Gemeinschaft? Sind sehr schön!

Sr. Benedicta hat gesagt…

Ich habe diesen Beitrag erst jetzt entdeckt. Seit 1985 gibt es auch ein Kloster in St. Veit, Erzdiözese Salzburg. Ich durfte im Herbst 2009 bei der Einkleidung einer Schwester dabei sein (von der Empore, zusammen mit Angehörigen). Die Schlichtheit, verbunden mit der tiefen Spiritualität ist tief beeindruckend.

Ghostrider ESW hat gesagt…

Wollstein ist wirklich ein entlegenes Plätzchen im dicht besiedelten Deutschland. Man hat schon fast den Eindruck, man fahre in ein abgelegenes Alpental. Wie kommen denn die Schwestern zu diesem Besitz? Gehört das Gut schon immder der Kirche?

blaise pascal hat gesagt…

@Ghostrider ESW ...deutschen interessiert immer zuallererst, wem was gehört...kranke Geld-Gesellschaft.
Ach herrje, was heißt der Kirche: Nein, die Häuser des Gutes waren teilweise nur noch Ruinen und sollte abgerissen werden, da kamen die Schwestern des Wegs und riefen" "Halt, wir wollen uns hier niederlassen und geben unser Schönes Kloster in Scheverdingen dafür." - Gesagt - getan.
Und Richard Dawkins hat für die Schwestern das Land um Wollstein gekauft, quasie als Dank, weil er in Scheverdingen sein Buch "Gotteswahn" zu Ende schreiben konnte...

Markus Gehling hat gesagt…

Komme gerade aus Waldkappel - Wollstein zurück und kann neuere Informationen beisteuern: http://www.kreuzzeichen.blogspot.de/2013/08/schwestern-in-den-waldern-hessens.html

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