Donnerstag, 11. März 2010

Mitten im Feuer


Einen kurzen, vorausschauenden Blick auf die vielleicht coolste erste Lesung haben wir mit dem Herrn Weihbischof em. Weider am Dienstag geworfen:

Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezzar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten: Wenn überhaupt jemand, so kann nur unser Gott, den wir verehren, uns erretten; auch aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, kann er uns retten. Tut er es aber nicht, so sollst du, König, wissen: Auch dann verehren wir deine Götter nicht und beten das goldene Standbild nicht an, das du errichtet hast. (Dan 3, 16-18, Mittwoch der 5. Woche der Fastenzeit)

Die Lesung vom Dienstag der 3. Woche der Fastenzeit aus dem Buch Daniel beginnt:

In jenen Tagen sprach Asarja mitten im Feuer folgendes Gebet… und fährt fort: Ach, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker. In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt.

Der Bischof hielt dann eine lange und bewegende Predigt über die aktuelle Situation in der Kirche, wie man mitten im Feuer ebenfalls verstehen kann und auch über die Tatsache, daß Priester und Ordensleute, alle die erkennbar dem Dienst der Kirche geweiht sind, unter Generalverdacht stehen.

Hier ein Gebet zum Priestersamstag, das ich gestern von Pater Karl Hoffmann SDS bekommen habe. Der Priestersamstag ging ja von einem Salvatorianer aus, wurde von Dompropst Bernhard Lichtenberg aufgegriffen und fand weltweite Verbreitung. (Man kann natürlich auch jeden anderen Wochentag aufopfern):
Göttlicher Heiland Jesus Christus, du hast dein ganzes Erlösungswerk, die Rettung und das Heil der Welt, den Priestern als deinen Stellvertretern anvertraut. Durch die Hände deiner heiligsten Mutter opfere ich für die Heiligung deiner Priester und Priesteramtskandidaten und um die Erlangung zahlreicher geistlicher Berufe den heutigen Tag ganz und gar auf: alle Gebete, Arbeiten, Freuden, Opfer und Leiden. Schenke uns wahrhaft heilige Priester, die vom Feuer deiner göttlichen Liebe entflammt, nichts suche als deine größere Ehre und das Heil unserer Seelen. Bewahre sie in allen inneren und äußeren Gefahren und weise besonders jene zurück, die ihrer Tugend nachstellen und ihr heiliges Priesterideal gefährden.
Maria, du gute Muter der Priester, nimm alle Priester unter deinen besonderen Schutz und Schirm und führe mit gütiger Mutterhand auch die armen, verirrten Priester, die ihrer erhabenen Berufung untreu wurden, zum guten Hirten zurück. Amen (Gebet für die Seelsorger, 1934)
Mehr zur Entstehung des Priestersamstags, ebenfalls von Pater Karl, kann man hier nachlesen.

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