Donnerstag, 25. Februar 2010

Zölibat – wer es erfassen kann, der erfasse es

Auf den Umstand daß die ach so böse, menschenverachtende und seit neuestem(?) offenbar auch noch frauenfeindliche – man lasse sich das bitte einmal auf der Zunge zergehen – zölibatäre Lebensweise nicht nur von katholischen Priestern gelebt wird, hatte ich schon einmal am Rande hingewiesen, und auch auf einen Umstand, warum die schiere Erwähnung dieses Umstands vermutlich unterlassen wird: Es paßt nicht ins eigene Bild derer, die so munter und unbedarft Mißbrauch und die Wahl der Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen vermengen. Aktuell wählt man auch gern mal die Vokabel Zwangszölibat. Guten Morgen! Wie kann man denn zum zölibatären Leben gezwungen werden? Von der Tatsache, daß man Gelübde nicht erzwingen darf bzw. ein irgendwie erzwungenes Gelübde meines Wissens ungültig wäre (weshalb man vor der Ablegung noch einmal rituell die Bereitschaft dessen erfragt, der im Begriff ist, diesen Schritt zu tun) noch völlig abgesehen.

Bei meiner Weihe hat der Kardinal sehr ausführlich über Matthäus 19,12 gepredigt:

Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.

Viel besser auf den Punkt gebracht hat das mit der angeblichen Frauenfeindlichkeit des Zölibats (und auch manches andere) Elsa. Ich zitiere kurz:
Einen solchen flachen Einwurf zum Zölibat kann man natürlich nur bringen, wenn man nicht weiß, dass die Einführung der zölibatären Lebensweise damals die erste Frauenbewegung der ganzen Menschheitsgeschichte in die Gänge brachte. Ich spreche vom antiken Rom und der neuen religiösen zölibatären Bewegung, die das Frühchristentum mit sich brachte und Frauen endlich von der Sklaverei befreite, irgendwelchen feisten Senatorensäcken Knaben gebären zu müssen und ihre Töchter oder behinderten Kinder auf Geheiß ihres Mannes in der Wildnis auszusetzen.

Aber ich brauche gar nicht in die Tiefen der Geschichte abzutauchen, die katholische Kirche hat genügend Frauen vorzuweisen, Frauen übrigens, die weitaus entspannter, selbstbewusster und lockerer sind als diese ganzen Wichtigheimerinnen, die meinen, irgendwelche Postulate vorbringen zu müssen, die der gesamten Frauheit zum Heil gereichen nach ihrem Gutdünken und der Freiheit, die sie für sich veranschlagen, aber anderen nicht zugestehen möchten.
Danke, Elsa!

1 Kommentar:

Elsa hat gesagt…

Für euch immer gerne und jederzeit!
:-)

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