Dienstag, 2. Februar 2010

Lichtmeß


Heute in der Frühe durfte ich in der Akademiekirche eine Heilige Messe mit Segnung des Jahresbedarfes an Kerzen – auch die Kerzen für die Spendung des Blasiussegens wurden mitgeweiht – und kleiner Lichterprozession mitfeiern (klein schon deshalb, weil die Kirche nicht sehr groß ist). Nichtsdestoweniger habe ich mich sehr gefreut. Anscheinend handelt es sich bei der Lichterprozession zum Fest der Darstellung des Herrn um ein kaum noch verbreitetes Brauchtum. Jedenfalls liest man das etwa hier. Oder liegt es daran, daß ich zeitlebens in der Diaspora gewohnt habe? Habt ihr zu Lichtmeß eine Lichterprozession? Wenn ja, wo und wie?

Dieses schwindsüchtige Dahinsterben schöner alter Bräuche mangels Pflege bzw. mangels solcher Priester, die bereit sind, sie wieder aufleben zu lassen, halte ich jedenfalls für traurig – gerade in der Schönheit und Würde der Liturgie liegt der Reichtum der katholischen Kirche. Bräsig in der Bank herumsitzen kann man schließlich auch bei den Protestanten.

Jedenfalls ist es schön, daß Priester gibt wie diesen, der in der Predigt auch auf den Tag des geweihten Lebens hingewiesen hat. Man möge mir übrigens nachsehen, daß ich dieses Jahr gleich drei Beiträge ins Netz gestellt habe, die sich inhaltlich auf den Tag des geweihten Lebens beziehen. Das Fest der Darstellung des Herrn durfte ich in diesem Jahr zum ersten Mal im Stand des geweihten Lebens mitfeiern – Anlaß zu besonderer Freude.

Wetterregeln zu Lichtmeß findet man hier. (Denen zufolge siehts dank des trüben und leicht schneestürmigen Wetters gar nicht so schlecht aus). Die Amerikaner haben eigens dafür den Groundhog day:

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