Dienstag, 16. Februar 2010

Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade


Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, daß ihr seine Gnade nicht vergebens empfangt. Denn es heißt: Zur Zeit der Gnade erhöre ich dich, am Tag der Rettung helfe ich dir. Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung. (2 Kor 6, 1-2)

Wißt ihr was: ich liebe die Fastenzeit. Zwar gehen mir das Halleluja und der Weihrauch ab – andererseits, wenn man es zeitweise entbehrt, freut man sich umso mehr, wenn man es wieder hat.

Dafür gibt es andere, wunderbare Dinge in der Liturgie und außerhalb: Das Aschenkreuz und seine Spendung, bei der die Antiphon Bekehre uns gesungen wird (sehr schön und auf Lateinisch verlinkt hier bei Preiset den Herrn). Die Christusrufe zum Evangelium (wenn nicht immerzu Lob sei dir Herr genommen wird – Lob dir Christus, König und Erlöser ist mein persönlicher Favorit. Ein Blick in die liturgischen Bücher bringt zutage, daß es sogar ziemlich viele dieser Christusrufe gibt, der Kantor muß sie nur vorsingen). Die gemeinsamen Kreuzwegandachten freitags und Sonntag abends.

Zum leiblichen Fasten hatte ich mich ja schon hier ausgelassen. Außerdem verzichte ich auf Schokolade und ähnlichen Süßkram, was mir wirklich nicht leichtfällt.

Ebenfalls am Beginn der Fastenzeit steht die Feier der Zulassung zu den Sakramenten für die diesjährigen Täuflinge in der Osternacht. Auch bei uns wird es wieder eine Erwachsenentaufe geben, und ich habe mir vorgenommen, den Täufling besonders im Gebet zu begleiten.

Den Hymnus, der zu den Kapitelsvespern in der Fastenzeit bis zum Palmsonntag genommen wird, liebe ich ebenfalls sehr. Er faßt die Fastenzeit sehr schön zusammen:

O Sonn des Heiles, Jesus Christ,

der unsers Herzens Leuchte ist.
Vertreib in uns die finstre Nacht
und führ herauf den hellen Tag.

Du schenkst uns diese Gnadenzeit
mach unser Herz zur Reu bereit,
daß wir ein Opfer rein und wahr,
in heilger Liebe bringen dar.

Es kommt dein Tag, o Herr, dein Tag,
da alles neu erblühen mag.
Dann führ uns Gott, durch deine Gnad,
daß froh wir gehen deinen Pfad.

Dich gütige Dreifaltigkeit,
dich lobt der ganze Erdkreis weit.
Durch deine Gnade leben wir
und singen Lob und Ehre dir.


Dieses nette T-Shirt habe ich auf einer amerikanischen Website gefunden, das könnten wir uns dann zum Beginn des Osterfastens anziehen:

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Bild: elfenbeinernes Prozessionskreuz in St. Thomas von Aquin.

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