Montag, 23. November 2009

O Herz des Königs aller Welt


O Herz des Königs aller Welt, des Herrschers in dem Himmelszelt, dich grüßt mein Herz in Freuden. Du Träger aller Bürd und Last, du aller Müden Ruh und Rast, du Trost in allen Leiden!

Ach, wie bezwang und drang dich doch dein edle Lieb, ins bittre Joch der Schmerzen dich zu geben, da du dich neigtest in den Tod, zu retten aus der Todesnot mich und mein armes Leben.

Laß deine Flamm und starke Glut durch all mein Herze, Geist und Mut mit allen Kräften dringen. Laß deine Lieb und Freundlichkeit zur Gegenlieb und Dankbarkeit mich armen Sünder bringen.

Christkönig war dieses Jahr wirklich ein wunderschönes Fest. Am Samstag vormittag bereits feierte der Alte Domfriedhof in der Liesenstraße einen Festgottesdienst anläßlich seines 175-jährigen Bestehens.

Am Festtag Christkönig hatten wir dann ein wunderschönes Hochamt, bei dem der Zelebrant uns durch den Gesang des Antwortspsalms und seine Predigt gleichermaßen erfreut und innerlich (auf)erbaut hat. In der Predigt* sprach er unter anderem über die Poesie der Präfation, bei der man manchmal auch ein wenig traurig wird, weil man sie erst in einem Jahr wieder hören wird. Ja, das stimmt und geht mir gelegentlich auch so, wenn ich da knie und die Worte des Hochgebets "in meinem Herzen bewege". Singt der Priester Präfation und Hochgebet – und dann auch noch schön – freue ich mich aber vor allem, daß ich sie überhaupt hören darf.
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, immer und überall zu danken. Du hast deinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, mit dem Öl der Freude gesalbt zum ewigen Priester und zum König der ganzen Schöpfung. Als makelloses Lamm und friedenstiftendes Opfer hat er sich dargebracht auf dem Altar des Kreuzes, um das Werk der Erlösung zu vollziehen. Wenn einst die ganze Schöpfung seiner Herrschaft unterworfen ist, wird er dir, seinem Vater, das ewige, alles umfassende Reich übergeben: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.
Bei der Spendung des Friedensgrußes gingen die Ministranten mit gutem Beispiel in Form einer Verneigung voran. So könnte es meinethalben bleiben… ;) Als sinnliche Freuden am Rande gab es Weihrauch und vor allem Weihwasser. Jubilate! (Das Wort des gestrigen Tages übrigens: Pfefferkuchenwahn…)

Abends bin ich dann noch durch Zufall – ich wollte eigentlich zur Vesper der Karmelitinnen – in die Nacht der Lichter geraten. Die Oberkirche von Regina Martyrum war sehr gut gefüllt mit Betern. Ein schöner Abschluß des Festes. So rundet sich ein Fest, so rundet sich auch ein Kirchenjahr.

Christus gestern, heute und in Ewigkeit.

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