Montag, 16. November 2009

Licht im Dunkel – ich mag den November

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual kann sie berühren. In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück, ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit.

Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen große Wohltat. Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig. Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt und sie angenommen als ein vollgültiges Opfer.

Beim Endgericht werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen. Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen, und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.

Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe. Denn Gnade und Erbarmen wird seinen Erwählten zuteil. (Weisheit 3,1-9)
Zur Zeit höre ich immer wieder, der November sei „ein furchtbarer Monat“. Ich finde das eigentlich nicht.

Die Feste im November sind so voller Licht im Dunkel: Allerheiligen, der heilige Martin mit seinen Laternenzügen, der Gedenktag des seligen Bernhard Lichtenberg, Kirchweih der Kathedrale (die eigentlich zu Allerheiligen gehört), die Märtyrer des Bistums, das eng mit Kreuzerhöhung verbundene Hochfest Christkönig – und auch Allerseelen, denn letztlich hoffen die armen Seelen im Purgatorium auf den Himmel. Schließlich mündet der November in die Vigil des ersten Adventssonntags mit der Segnung des Adventskranzes und einem Luzernar.

Beim abendlichen Spaziergang gestern – bei dem ich, einer Anregung Davids folgend, den Rosenkranz gebetet habe – sind mir in der einbrechenden Dunkelheit die wirklich sehr vereinzelten Grablichter besonders aufgefallen und haben mich auf die Idee gebracht, dort nächstes Jahr selbst einige Lichter hinzustellen.

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