Dienstag, 3. November 2009

Die Torheit des Kreuzes

Aktuell kann man sich schon fragen, was in den Hirnen der Menschen vorgehen mag. Da sollte Schülern (gleich welcher Religion) das Beten in den Unterrichtspausen verboten werden.

Nun bringt man in der EU das Kunststück fertig, das Kruzifix an der Wand eines Klassenzimmers als Verletzung der Menschenrechte und der Religionsfreiheit anzusehen. Für den erlittenen „moralischen Schaden“ wird die aus Finnland stammende Klägerin in Italien entschädigt. (Man ist versucht, zu sagen: Dann geh doch rüber! Wo wäre aber dieses „rüber“? Finnland?)

Irgendwie vermisse ich einen kollektiven Aufschrei. Wo führt diese Entkleidung von jeglicher Identitität hin? Yon hat es in einem Kommentar bei Alipius so ausgedrückt: Als nächstes fühlt man sich von Kirchtürmen belästigt. An Schulwegen haben sich Kirchen künftig ohne jede äußerlich sichtbare christliche Symbolik als Wohnhäuser zu tarnen, damit die Blagen nicht etwa von christlicher Kultur in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden (oder schlimmer, in ihrer Neugier verführt werden, in dieses Gebäude hineinzugehen und *gasp!* gleich von einem ganzen Raum voller christlicher Symbole seelisch zerstört werden!). – Ein Schelm, wer dabei an überspitzte Formulierung denkt.

Ich bitte euch sehr, wie kann etwas, das einem nach eigenem Bekunden nichts bedeutet, eine Verletzung der Freiheit und Menschenrechte darstellen? Wie kann das Kreuz, das den Leib des Herrn trägt, von Schülern anderer Konfessionen „als störend empfunden“ werden?

Wieder andere sehen sich bereits durch sichtbar getragene religiöse Symbole in der Öffentlichkeit bedroht. Persönlich würde ich mir lieber kündigen lassen, als auf das Tragen eines Kreuzes zu verzichten. Auch würde ich als Ordensfrau nicht ohne Schleier unterrichten. Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen. Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. (1 Kor 1, 22-29)

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