Samstag, 21. November 2009

Christkönig


Des Königs Fahne schwebt empor,
im Glanze geht das Kreuz hervor,
daran der Herr des Lebens starb,
als er das Leben uns erwarb.

Es öffnet durch den Lanzenstich
die Seite des Erlösers sich,
und uns zu waschen rann ein Quell
von Blut und Wasser klar und hell.

Da ward erfüllet der Gesang,
der einst von Davids Lippen klang:
Vom Holz herab als seinem Thron
regiert Gott alle Nation.
(Hymnus Vexilla regis des Venantius Fortunatus in der Übertragung des GL Nr. 820)

Wäre das Kreuz nicht, dann wäre Christus nicht gekreuzigt. Gäbe es das Kreuz nicht, dann wäre das Leben nicht ans Kreuz geheftet worden. Wäre das Leben nicht ans Kreuz geheftet worden, dann hätten die Quellen der Unsterblichkeit nicht aus der Seite des Gekreuzigten Blut und Wasser fließen lassen, durch welche die Welt gereinigt wird. Der Schuldschein der Sünde wäre nicht zerrissen worden, wir hätten die Freiheit nicht erhalten, wir hätten nicht vom Baum des Lebens gekostet, und das Paradies wäre nicht geöffnet worden. Wenn das Kreuz nicht wäre, wäre der Tod nicht besiegt und das Reich des Todes nicht seiner Macht beraubt worden.

Darum ist das Kreuz groß und kostbar. Groß ist es, weil es so viel Gutes geschaffen hat, um so mehr deswegen, weil die Wunder und Leiden Christi im Vollsinn der Ruhm des Kreuzes sind. Kostbar ist das Kreuz, weil es das Denkmal der Leiden Gottes ist, des freiwilligen Todesleidens, das Christus an ihm erlitt. Denkmal des Sieges, weil an ihm der Teufel verwundet und mit ihm der Tod besiegt wurde. Zerschmettert wurden die Riegel der Unterwelt und das Kreuz aufgerichtet zum Heil der ganzen Welt." (Andreas von Kreta)

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