Donnerstag, 15. Oktober 2009

Mystikerinnen unter sich

Über das folgende ironische Zitat auf Rosenkranz-Ateliers Blog mußte ich so lachen, daß ich gleich noch einige Bilder einstelle.
Zuerst war ich skeptisch, denn als moderne Theologin wußte ich, daß Mystik nur in anderen Religionen gut ist, in der eigenen ist es immer auf Hungerfantasien von sich selbst kasteienden und epileptisch veranlagten und frustrierten Ordensleuten zurückzuführen.
Der reformierte Orden, den die heilige Teresa gegründet hat, hat reiche Frucht getragen – es ist der größte beschauliche Frauenorden.

Die Bilder von Jean-Pierre Gilson stammen aus dem Karmel von Compiègne, der immerhin 16 selige Märtyrinnen hervorgebracht hat. Und noch eine Tochter der hl. Teresa: Edith Stein, die ebenfalls den Ordensnamen Teresia wählte, trat zur ersten Vesper des Hochfests der hl. Teresa von Avila in den Karmel Köln-Lindenthal ein.






Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Warum sich wohl in der Blogozese so viele glühende Theresa-Verehrer finden? Hast Du eine Erklärung?

Stefan / zeitzubeten hat gesagt…

@Johannes
Glühende Teresa-Verehrer?
Für mich kann ich es so beantworten: Ihre klare und auch heute verständliche Sprache einerseits, und die "nicht so sehr im Vordergrund stehenden" Privatoffenbarungen andererseits, beides zusammen ergibt ein erstaunlich modernes Bild... ach was, die Frau ist einfach gut, auf "glühenden Kohlen" würde ich rüberlaufen zu ihr!

@Braut des Lammes
Danke für den "ironischen link", da hab ich ebenfalls gut lachen müssen :-)

Braut des Lammes hat gesagt…

Hmm – ich kann da auch nur für mich sprechen: Teresa verbindet eine äußerst intensive und personale Gottesbeziehung mit Ausgewogenheit und bemerkenswert praktischem Verstand. So legt die Ordensregel großen Wert auf kleine überschaubare Gemeinschaften, inneres Gebet und Stillschweigen. Gleichzeitig wünscht Teresa unbedingt, daß sich die Schwestern zweimal täglich zur Rekreation zusammenfinden. Aussprüche wie "Wir brauchen hier nicht noch mehr Mystikerinnen, sondern mehr kräftige Arme zum Schrubben" oder "Tue deinem Leib Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen" bzw. "Wenn Fasten, dann Fasten, wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn" finde ich sehr erfrischend.

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