Dienstag, 22. September 2009

To litter or not to litter: that is the question.

whether 'tis nobler in the mind…

Immer wieder einmal gerate ich bei der Arbeit in gelinde Verzweiflung. Man hatte mich ursprünglich einmal auch angestellt, um einer gewissen Form der Unordnung Herr zu werden. Meine Vorgängerin scheint in etlichen Dezennien niemals etwas weggeworfen zu haben, meine Kollegin kann es, so scheints, einfach nicht. GEO-Bildkalender der letzten 10 Jahre, angeknitterte Servietten Marke Bahnhofsimbiß, Fotos von Humphrey Bogart, Reiseandenken „aus Hamburg“, Bierkrüge, Untersetzer und chinesische Bilder des $Numerikers im Stile des Vorsitzenden Mao, ca. 25 Jahre alter Schriftverkehr über die Beschaffung einer Großrechneranlage* HAL 9000 XYZ13hr3R, ein Mobile, gräusliche Holz- und Seidenblumen, Trockenblumen nicht zu vergessen (im Strauß und im Glase liegend), Rechnerplatinen mit Pailletten drauf – wer weiß, vielleicht kann es noch einmal jemand brauchen? .oO(überleg: vielleicht sollte ich den Kram bei Ebay einstellen? Das chinesische Bild ist ziemlich kultig.)

* hier wurde mir ganz melancholisch zumute…

Jedenfalls liebe ich die Ordnung am Arbeitsplatz und könnte auch, wenn man mich nur ließe. Aber ach, man läßt mich oft genug nicht (siehe oben)! Manche Entsorgungsaktion ist überhaupt nur unter dem Siegel striktester Verschwiegenheit und in der Urlaubssaison durchführbar. Kaum habe ich das Innere ganzer Vorratsschränke nach dem Prinzip Asche zu Asche, Staub zu Staub, Kekse zu Keksen angeordnet – wobei sich häufig Benutztes auf Augenhöhe, selten oder nie Verwendetes (wie etwa Weinflaschen) unten oder gleich ganz woanders befindet –, liegt beim gefühlten nächsten Öffnen der Schranktür wieder alles Holterdipolter da.

Müßig zu sagen, daß, wenn von nun an etwas fehlt, klar ist, daß ich es weggeworfen haben muß. Auch wenn ich es sogleich herbeischaffe, weil es genau an dem Ort ist, an den es gehört. Es hätte ja sein können…

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