Donnerstag, 17. September 2009

Christussymbole (4)


In dieser gesegneten Nacht, heiliger Vater, nimm an das Abendopfer unseres Lobes, nimm diese Kerze entgegen als unsere festliche Gabe! Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet, wird sie dir dargebracht von deiner heiligen Kirche durch die Hand ihrer Diener

So besingt das Exsultet die Osterkerze, die Symbol ist für den auferstandenen Christus. Die Kerze aus teurem, gebleichtem Bienenwachs ist zugleich auch Sinnbild für die menschliche Natur Christi und für seinen verklärten Leib nach der Auferstehung, die Flamme gilt als Zeichen seiner göttlichen Natur. Die fleißigen Bienen aus dem Osterlob sind dabei wiederum selbst unter anderem ein Christussymbol.

Bei der Bereitung der Osterkerze spricht der Priester feierlich:

Christus, gestern und heute
Anfang und Ende
Alpha
und Omega
Sein ist die Zeit
und die Ewigkeit
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit
in alle Ewigkeit. Amen.

In das womöglich mit einem Griffel eingeritzte Kreuz oder in die vorgesehenen Stellen kann der Priester fünf Weihrauchkörner bzw. fünf Wundnägel aus Wachs einfügen:

Durch seine heiligen Wunden
die leuchten in Herrlichkeit
behüte uns
und bewahre uns
Christus, der Herr. Amen.

Der Priester entzündet die Osterkerze am Feuer und spricht dabei:

Christus ist glorreich auferstanden vom Tod.
Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen.


Eine andere „fleißige Biene“: Sr. Mirjam Fuchs OCD
in der Kerzenwerkstatt des Karmels Regina Martyrum

Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der Tag, wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“ Der Glanz dieser heiligen Nacht nimmt den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen und beugt die Gewalten.
In dieser gesegneten Nacht, heiliger Vater, nimm an das Abendopfer unseres Lobes, nimm diese Kerze entgegen als unsere fest liche Gabe! Aus dem köstlichen Wachs der Bienen bereitet, wird sie dir dargebracht von deiner heiligen Kirche durch die Hand ihrer Diener. So ist nun das Lob dieser kostbaren Kerze erklungen, die entzündet wurde am lodernden Feuer zum Ruhme des Höchsten.
Wenn auch ihr Licht sich in die Runde verteilt hat, so verlor es doch nichts von der Kraft seines Glanzes. Denn die Flamme wird genährt vom schmelzenden Wachs, das der Fleiß der Bienen für diese Kerze bereitet hat.
O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet! (aus dem Exsultet)

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