Montag, 1. Dezember 2008

Richtet euch auf, und erhebt eurer Haupt...

Der Gesang dieser Antiphon zur Vesper im Advent ist mir jährlich einer der liebsten Momente[1].

Der Adventsanfang gestaltete sich dieses Jahr besonders schön, da in der Katholischen Akademie eine Vigilfeier im Kerzenschein angesetzt war, bei der ich ministrieren und lesen durfte. Mit Luzernar, Segnung und Inzens des Adventskranzes (in Gestalt einer Wurzel, immerhin gut katholisch mit drei violetten und einer rosa Kerze) und vielen Lesungen war das eine wunderbare Methode, in den Advent hineinzukommen.

Der Vortrag der immerhin drei Lesungen aus dem Johannesevangelium – in kleiner Schrift und, wie gesagt, im Schein von Kerzen – war anfangs allerdings aus dem Stoff gemacht, aus dem erstklassige Panikattacken sind. Daß ich, nachdem ich einen Fixierpunkt gefunden hatte, an dem ich mich nicht mehr fragen mußte „Was bedeuten all diese schwarzen Zeichen auf dem Papier?“ dann trotzdem ganz ruhig lesen konnte, war wiederum ein kleines Wunder.

Am Abend des ersten Advents gab es als besondere „Dreingabe“ dann noch die Einführung eines wohlbekannten ehemaligen Domvikars als Pfarrer in der Kirche, die zu Fuß ca. eine Minute von meiner Wohnung entfernt ist. Die erste Pfarrstelle mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres anzutreten, ist sicherlich liturgisch besonders gelungen.

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[1] Bei der ersten Vesper in diesem Jahr war der „Genuß“ leider etwas getrübt, da sich der Weihrauchfaßträger dabei unversehens zum kurzfristigen Rückzug in die Sakristei entschloß. Nächstes Mal nehm ich das Faß und bleibe einfach „festgemauert in der Erden“ stehen.

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