Montag, 10. November 2008

Laß herein, die draußen sind...

Freitagabend: 17:10 Uhr, irgendwo mitten in Deutschland:
Das bei der Aktion hier eingebaute Schloß versagt den Dienst endgültig, indem es sich sich einfach nicht mehr öffnen läßt, egal was man tut. Hatte ich schon erwähnt, daß es Freitag abends ist, kurz vor 18 Uhr?

Nach diversen Versuchen unter Beistand freiwilliger oder zwangsrekrutierter Nachbarn, bei denen so unvergeßliche Aussprüche fielen wie: "Sie sind doch ein Mann! Kennen Sie sich mit Schlössern aus?!" (Ich nehme an, $Betreffender klingelt nächstens und bittet um das fachgerechte Stopfen seiner Socken...) rufe ich einen Schlosser zur Hülfe.

Der, der das Schloß eingebaut hat, will nicht kommen, also wird einer herbeigebeten, den die freundliche Hausverwaltung empfiehlt. Im späteren Verlauf bin ich noch froh, daß ich ersteren nicht ein weiteres Mal geholt habe. Es stellte sich heraus, daß er beim Einbau des Schlosses eine viel zu kurze Schraube genommen hat. So kann man ein Schloß offenbar abschließen, ohne es ohne weiteres wieder aufzubekommen. Bis zum Eintreffen des Schlossers hatte ich übrigens das komplette Schloß in der Hand, ohne jedoch die Tür aufzubekommen. („Du schließest, und niemand kann wieder öffnen...“).

Zwischendrin kommen, wie schon beim letzten Mal, liebe Nachbarinnen vorbei, und trösten einen ganz reizend: "Oooch, hast du dich ausgeschlossen....? Magst du eine Tasse Tee?" Das ändert zwar nichts am wirklich unbeschreiblichen Gefühl, einfach nicht in seine Wohnung zu kommen, aber an sich kann alles nicht so schlimm sein, wenn es noch so reizende Nachbarn gibt.

Zelebrant und Küster haben in der Abendmesse, in der ich nicht ministrierte, an mich gedacht.

Ich wiederum denke auch an ein Regreßverfahren gegen den massiven Schlosser mit der zu kurzen Schraube und dem ausgeprägten Pfandbewußtsein.

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