Mittwoch, 4. Juni 2008

Hl. Karl Lwanga und Gefährten


Unter den Heiligenfesten im Jahreskreis gibt es immer einige (und auch immer wieder andere), die einen jeweils besonders ansprechen – so gestern der relativ junge Gedenktag der ugandischen Martyrer Hl. Karl Lwanga und Gefährten. In der für diesen Tag vorgesehenen Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer heißt es über das Martyrium einer ganzen Familie:
Als er in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferwecken, weil wir für seine Gesetze gestorben sind. ... Als er tot war, quälten und mißhandelten sie den Vierten genauso. Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.
Vom hl. Karl Lwanga, der 1865 mit seinen Gefährten das Martyrium durch Verbrennen erlitten hat, weil er sich seinem König nicht unterwerfen und nicht vom Beten ablassen wollte, ist überliefert:
Während sein Körper vom Feuer verzehrt wurde, rief ihm der Henker zu: «Soll doch Gott kommen und dich aus diesem Feuer holen!» Er antwortete: «Was du Feuer nennst, ist mir nur kühles Wasser. Nimm du dich lieber in acht, daß Gott, den du beleidigst, dich eines Tages nicht in das wahre, niemals erlöschende Feuer taucht. Im Augenblick seines Todes rief er mit lauter Stimme: «Oh mein Gott!»
Wie sich die Ereignisse gleichen – in Verbindung damit fällt mir noch die unvergleichliche Antwort der drei Jünglinge aus dem Feuerofen ein:
Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezzar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten: Wenn überhaupt jemand, so kann nur unser Gott, den wir verehren, uns erretten; auch aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, kann er uns retten. Tut er es aber nicht, so sollst du, König, wissen: Auch dann verehren wir deine Götter nicht und beten das goldene Standbild nicht an, das du errichtet hast.
Ob man wohl selbst in so einer Lage den Mut hätte, eine solche Antwort zu geben? Der heilige Karl und seine Gefährten haben uns das angesichts unbeschreiblicher Schmerzen vorgelebt. Man sagte von ihnen auf dem Weg zur Hinrichtung „Man möchte meinen, sie gehen zu ihrer Hochzeit!“

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